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Jasper von Altenbockum (kum.)

Digitaler Impfpass : Mit dem Impfpass ins Sommermärchen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Bild: dpa

Für Jens Spahn endlich einmal eine Erfolgsmeldung: Der digitale Impfpass kommt schneller als erwartet. Auch in der EU könnte jetzt alles ganz schnell gehen.

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          Es könnte ein europäisches Sommermärchen werden. Mit der Zustimmung des EU-Parlaments steht einem digitalen Impfzertifikat im Schengen-Raum nichts mehr im Wege. Das bedeutet Reisefreiheit für Geimpfte trotz Corona. Es bedeutet außerdem zusätzlichen Schutz vor einer grenzüberschreitenden Ausbreitung der Infektion, wie sie im Sommer vergangenen Jahres zu beobachten war.

          Schrittweise erobert sich die EU damit ihre Normalität zurück, was für sie auch bedeutet, dass Vertrauen wiederaufgebaut wird, das in den vergangenen Monaten verloren gegangen ist. Da vor allem die Geimpften davon profitieren, steigt nun noch einmal der Druck, so viele Bürger so schnell wie möglich zu impfen – und dass sich Bürger impfen lassen.

          Die Entscheidung des Parlaments wäre aus deutscher Sicht nur die halbe Miete gewesen, wenn es hierzulande im Kapitel Digitalisierung den nächsten Rückschlag gegeben hätte. Aber schon an diesem Donnerstag soll der digitale Pass für Geimpfte ausgestellt werden. Für Jens Spahn ist das eine Erfolgsmeldung.

          Für die SPD dagegen könnte es sich noch rächen, dass sie ihn zum zweiten Mal zur Zielscheibe ihrer Wahlkampfmunition gemacht hat. Beim ersten Mal, zu Beginn der Impfkampagne, ist ihr das ganz gut gelungen. Jetzt läuft sie Gefahr, dass jeder QR-Code, der im Impfzentrum eingescannt wird, daran erinnert, wie Deutschland am Ende durch die Pandemie gekommen ist: ganz anders, als die SPD es zeichnet, nämlich alles in allem ganz gut.

          Jasper von Altenbockum
          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

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