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Fall Susanna : Der lange Arm des Rechtsstaats

Abgeführt: Ali Bashar in der Gewalt der Polizei Bild: dpa

In der Rückholung von Ali Bashar hat die Polizei gezeigt, was sie kann. Doch besser wäre es, die Wurzel des Problems zu beseitigen.

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          Gut, dass der deutsche Rechtsstaat einen langen Arm hat. Der Fall der Festnahme des mutmaßlichen Mörders und Vergewaltigers von Susanna F. hat das gezeigt. Möglich ist das durch gute Kontakte bis ins ferne Kurdistan, durch die Konzentration auf ein Ziel – und wenn der öffentliche Druck da ist.

          Das berechtigte Lob für diese Leistungsschau der (Bundes)Polizei, die medial eindrucksvoll begleitet wurde, darf aber die vorangegangen Mängel nicht vergessen lassen. Es ist wichtig, wenn von diesem Fall die Botschaft ausgeht: Kein Opfer wird vergessen, jeder Täter verfolgt und zur Verantwortung gezogen. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit; doch dieses Signal wünschten sich wohl zahlreiche Bürger.

          Ali Bashar ist nicht Bin Ladin. Wer ihn zum Staatsfeind Nummer 1 stilisiert, erweckt den Eindruck, die Wurzel allen Übels sei nun beseitigt. Doch Deutschland hat erst einmal gezeigt, dass es stark ist im Zurückholen von hierzulande straffällig gewordenen Flüchtlingen. Noch besser wäre es, die grenzenlose Offenheit für alle illegalen Einwanderer abzustellen und das geltende Recht sogleich konsequent durchzusetzen. Das ist nicht nur möglich, sondern zwingend geboten. Aus Gründen der Selbstachtung und der Humanität.

          Reinhard Müller

          Verantwortlicher Redakteur für „Zeitgeschehen“ und F.A.Z. Einspruch, zuständig für „Staat und Recht“.

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