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Nach Eurofighter-Absturz : Ernstfall für die Luftwaffe

Wrackteile des Eurofighters bei Jabel Bild: Reuters

Gut, dass die Führung der Bundeswehr deutlich macht, dass jeder Einzelne zählt. Es gibt zu denken, dass nicht wenige die Bundeswehr offenbar vor allem als Belästigung oder gar als Gefahr begreifen.

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          Die Zeiten sind zum Glück vorbei, in denen Luftwaffengeneral Steinhoff, ein Jagdflieger alter Schule, angesichts von zahlreichen abgestürzten Starfightern der Bundeswehr von einem „Blutzoll“ sprach, der zu entrichten sei. 116 Piloten starben; 269 Flugzeuge gingen verloren. Die Zeiten sind zum Glück auch vorbei, in denen die Bundeswehr und andere Nato-Streitkräfte oft den Tiefflug üben mussten – 1990 waren das 76 600 Flugstunden. Im Jahr 2016 waren es nur noch 826 Stunden.

          Nun hat die Luftwaffe, hat das Land zum ersten Mal einen Piloten eines Eurofighters verloren. Zum Glück ist bei der Kollision niemand am Boden zu Schaden gekommen. Die Bundeswehr muss weiterhin üben. Das beste Personal und Material reichen nicht. Gut, dass die Führung der Bundeswehr deutlich macht, dass jeder Einzelne zählt.

          Nur für wenige ist der Ernstfall stets sehr nah. Die Piloten des Geschwaders „Steinhoff“ übten, um den Ernstfall für alle zu verhindern. Es gibt zu denken, dass nicht wenige die Bundeswehr offenbar vor allem als Belästigung oder gar als Gefahr begreifen.

          Reinhard Müller
          Verantwortlicher Redakteur für „Zeitgeschehen“ und F.A.Z. Einspruch, zuständig für „Staat und Recht“.

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