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Ja zum Zwei-Prozent-Ziel : Kramp-Karrenbauers Tsunami

Hat sich zum Zwei-Prozent-Ziel der Nato-Staaten bekannt: Annegret Kramp-Karrenbauer Bild: dpa

Die übliche Entrüstung löst das größte Problem der Bundeswehr nicht: Sie ist unterfinanziert.

          Der erste Stein, den die neue Verteidigungsministerin ins Wasser warf, hat die üblichen Empörten so hoch auf die Palmen getrieben, als habe er einen Tsunami ausgelöst. Wer sich wie Kramp-Karrenbauer zum Zwei-Prozent-Ziel der Nato bekennt, ist jedoch weder einem „brandgefährlichen Waffenwahn“ erlegen noch wirft er/sie sich Trump an den Hals.

          Das westliche Verteidigungsbündnis verständigte sich lange vor dessen Amtsantritt darauf, dass die Mitglieder angesichts des real existierenden Putinismus mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für die Verteidigung ausgeben sollten. Seit Trump im Weißen Haus das Twittern hat, ist es freilich dringlicher denn je für die Europäer, ihre Abhängigkeit vom amerikanischen Schutzschirm zu verkleinern.

          Dazu braucht es bessere Rüstungskooperation wie auch gesteigerte Fähigkeiten, gemeinsam zu operieren. Das Beschaffungs(un)wesen ist nach wie vor auch eines der großen Probleme der Bundeswehr. Ihr größtes aber bleibt die generelle Unterfinanzierung. Die ist mit noch so großer Entrüstung nicht zu beheben.

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