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Kommentar : Liebesgrüße aus Mallorca

Nun auch noch der FDP-Vorsitzende Christian Lindner. Dabei gibt es schon genug Russlandversteher, die nicht verstehen wollen, dass Putin seine Politik gar nicht ändern will.

          1 Min.

          Hey, der Kanzlerkandidat macht doch noch Schlagzeilen! Aber nein, ein Irrtum: Es war der FDP-Vorsitzende, der es im Sommerloch so krachen ließ, dass nun sogar die Bundesregierung eine Erklärung zur Russland-Politik abgab, obwohl Lindner noch gar nicht Außenminister ist, sondern bislang nur Anführer der freien außerparlamentarischen Opposition.

          Der kalkulierte „Tabu-Bruch“, den Lindner im „Nassau Beach Club“ auf Mallorca beging, trieb in Berlin viele auf die Barrikaden, selbst die Grünen: Man sagt doch zur Krim nicht, was alle denken! Schlimmer als die Offenbarung von Dingen, die Putin ohnehin schon weiß, ist freilich, dass nun auch noch der FDP-Vorsitzende einer Politik der „Angebote“ an den Kreml das Wort redet.

          Russlandversteher, die nicht verstehen wollen, dass Moskau seine Politik gar nicht ändern will, gibt es in Berlin schon genug. Lindner, auch das ein Urlaubsgruß an die sanktionsgebeutelte Wählerschaft, beschwört dennoch die alte Formel der Ostpolitik vom „Wandel durch Annäherung“. Putin aber wird sich nicht mehr wandeln, auch nicht durch Anbiederung.

          Berthold Kohler
          Herausgeber.

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