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Armin Laschet : Verschenkter Amtsbonus

  • -Aktualisiert am

Armin Laschet (Archivbild) Bild: dpa

In der Corona-Krise ist der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen ein Getriebener. Markus Söder in Bayern steht dafür glänzend da – obwohl die Zahlen dort nicht besser sind.

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          Kaum mehr als vier Monate ist es her, nach pandemischer Zeitrechnung also eine Ewigkeit, dass Armin Laschet in Berlin bekundete, CDU-Bundesvorsitzender und damit Kanzlerkandidat der Union werden zu wollen. Dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten gelang am 25. Februar ein Coup: Er trat überraschend mit Jens Spahn auf, einem seiner bisher hartnäckigsten Konkurrenten. Der Bundesgesundheitsminister und Laschet hatten unter anderem in der Flüchtlingspolitik über Kreuz gelegen. Demonstrativ hatte sich Spahn von Kanzlerin Merkel abgesetzt, deren „Wir schaffen das“ Laschet als einer der wenigen führenden Leute der Union stets verteidigt hatte.

          Eben solche Divergenzen schienen Spahn nun zum idealen Teampartner für Laschet zu machen. Spahn kommt bei Konservativen und bei der Jungen Union gut an, wo Laschet seit jeher skeptisch gesehen wird. Der Merkelianer Laschet versteht sich als Garant dafür, dass die CDU eine Partei der Mitte bleibt, eine Volkspartei im bundesrepublikanischen Stil, in der Tradition von Adenauer und Kohl. Mit Spahn an seiner Seite werde er ein breites Spektrum abdecken und zugleich für Aufbruch und Kontinuität stehen, lautete Laschets Plan. Der vierzig Jahre alte Spahn wiederum glaubte, sich die Thronfolgerposition gesichert und dabei geholfen zu haben, Friedrich Merz und Norbert Röttgen, die beiden anderen Aspiranten, elegant auszustechen.

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