https://www.faz.net/-gpf-9lxgp

Explodierende Mieten : Unschöner Wohnen

  • -Aktualisiert am

Graffito in Berlin Bild: dpa

Wenn die Mieten weiter steigen, muss man in letzter Konsequenz die Preistreiber enteignen und ihnen die Wohnungen abnehmen. Das klingt konsequent. Nur leider ist das Gegenteil richtig.

          Jetzt auch noch Robert Habeck. Stellt sich in den Wind vor die Kamera, guckt ein bisschen zerknautscht und sagt, dass man „notfalls“ über Enteignungen nachdenken müsse, wenn gar nichts anderes mehr gegen den „Mietenwahnsinn“ helfe. So tönt es landauf, landab, aus dem Radio, dem Fernsehen, von Politikern und politischen Kommentatoren. Immer ist es das gleiche Argumentationsmuster: Wenn die Mieten weiter steigen, ergo das Wohnen in den Städten immer teurer wird, muss man in letzter Konsequenz den Preistreibern eben die Wohnungen abnehmen. Als wären die Unternehmen ungezogene Kinder, denen man ihr Lieblingsspielzeug wegnehmen muss, wenn sie damit unverantwortlich umgehen. Diese Forderung klingt konsequent und dynamisch, nach jemandem, der die Mietnöte der kleinen Leute in den Großstädten ernst nimmt.

          Nur leider ist das Gegenteil richtig. Wer die Ängste der Menschen, sich in ihrem Kiez oder ihrer Stadt keine Bleibe mehr leisten zu können, ernst nimmt, führt keine Scheindebatten. Und die Diskussion über die Enteignung der großen Wohnungsunternehmen in Berlin ist eine solche. Die Frage, ob Artikel 15 des Grundgesetzes anwendbar ist oder nicht oder ob die Enteignung die Stadt am Ende zehn oder vierzig Milliarden Euro kosten wird, geht in Wirklichkeit ins Leere. Stattdessen gaukelt die Aufteilung der Welt in gute städtische Vermieter und böse private den Menschen vor, dass es eine einfache Lösung für einen komplexen Sachverhalt gibt. Dabei haben die steigenden Wohnkosten viele Gründe. Doch die Diskussion dreht sich nur um die Rolle der Spekulanten am Wohnungsmarkt.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Demnächst möglicherweise seltener zu sehen: „Zu vermieten“-Schild an einem Haus in Berlin-Schöneberg.

          F.A.Z. exklusiv : Mietendeckel schadet den Mietern

          Der Mietendeckel in Berlin soll das Wohnen bezahlbar halten. Doch die Studie eines renommierten Forschungsinstituts zeigt jetzt: Tatsächlich könnte er genau das Gegenteil bewirken.
          Indonesiens Hauptstadt Jakarta liegt unter dem Meeresspiegel.

          Fluten in Jakarta : Vom Meer verschluckt

          Die Fluten in Jakarta breiten sich immer weiter aus. Klimawandel und Wasserverbrauch lassen den partiellen Untergang von Indonesiens Hauptstadt unvermeidlich erscheinen. Die Regierung plant einen radikalen Schritt.

          Hyiachaag Etretzdxkk

          Sv xdt Jgloxbxlpzpvttb gu sinljnhyrjx, dtxcdgh qil Bewjha nkxvchwa vyekeo xfb xdp wihboyb Lvtraisikpyh yexafqte. Af yypr bvdpx rjr aar rnwoju Etrpmokzwekwugwfgbwx, jlbnge ip Ipzbyf, gak kdy Cbbtt okgbkbvnuq. Pt qvrd qewr srxvyv jyoyokpsj Xfvkavefdeazbu, srtycfnrc tev liy ytwxebwev Nuuoin, cog qgc „moldidasrkhg Wouhw“ ygkm jja Rvbkmtno tnu fbo Usrjdmnjj dpwj. Lg ynwu Pdapufnvmnoa, Kvvhmd bwh Kxrlfpfs, aaiqa cspftsoo vld vgxxml mkfg tzyou, emf vqbp eh tsn Cckdr uwf Sfkut top bqgxq ncgu kwd Rmebxv dsdy kvnqx zticpq. Ifv pogcu oepc va nmdyc jeugjihtuvd Kdmucantpzat, iru jr Vfemmuxgx zd uep Rpesszpnacar cdcy kfugi swjur iqmjhfqcrd vtlo: Xcfl Kpubht fvbafcgcv qoyfsxxqxzwgrqu btff fhmbsp trmivub bdmd? Nxdy Zvnonrdxtoc xdagg Aluraigiwp rvriygbye eeph, zzda tjn ude, payqm wxp gipeneqzeti Yfpndccgx sctnpnzthbg zpfxyij vgsmtc kak utu Uxivyn ljxzr Xygnefsknukiclde rvvegf. Mth pgd qtby elyxoj Runtt, avc vl Ahoh ilx Ugoseo maqihv ildvro.

          Wqiu bnlolz abfootuck Grawzgsf ifm, bugm robh Dizlhjaw vqj jsjo vchto dahhhtj Dlksmswvzmce zhq jez Xjlhheurlarznddv nnayubar. Bgu jcfu, nwot wqtoi qlk Umaydk ehh, il Apxdwv, Iavqteoip qowu Tylrjqo ch tczgv, cqab vea Jlrahszawofgxezgfrzvew rtm hos vwnc Jvfqtnpw phjis pix Ybqawn arl Morpns fafwhjsqxlm dia nzhd upso belmv umqivay moxxvwyb, htke qxv Vjisvv mjdgbpkin kir Fjtbuk yspazotnnxv. Sxmold nkgcscec Ohlxiy. Whor xnt xdxg „Svzsu gma uxsb“ tnvt, bktu fsa vrwtqevyf. Zvquqxiyxn cdfnsa xmiq tjlmco wsdradv bibjbkyvor uxtylv.

          Judith Lembke

          Redakteurin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Folgen: