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Klimadebatte : Der CO2-Preis wird zum Fetisch

Während einer Aktion der Umweltschutzorganisation Greenpeace brennt der mit Gas gespeiste Schriftzug „C02“ nahe dem Kohlekraftwerk Straubing. (Symbolfoto) Bild: dpa

Es kam, wie es kommen musste: Die SPD schmiegt sich in der Klimadebatte an die Grünen und verlässt nur eine Woche nach dem Kompromiss die Linie der Koalition. CDU und CSU haben nicht die Kraft dagegenzuhalten.

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          Im Bundestag, wie schon in den Tagen zuvor im Streit zwischen Wissenschaft und Koalition, verengte sich am Donnerstag die Kritik am Klimaschutzprogramm auf den Preis für die Tonne Kohlendioxid. Er ist zum Symbol für die Ambitionen deutscher Klimapolitik geworden. Liegt er hoch, ist das angeblich ein Ausweis von „Wir haben begriffen“, liegt er niedrig, ein Zeichen von Verstocktheit.

          Es täte der Debatte gut, wenn sie wieder zum Ausgangspunkt zurückkehrte: Wie und in welchem Tempo muss Deutschland den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2030 Schritt für Schritt verringern? Der Preis, handelte es sich um einen Handel mit Zertifikaten, der den Namen verdient, bildete sich ganz von selbst – unter jährlicher Kontrolle der Politik. Läge er niedrig, wäre das ein Zeichen von Planerfüllung, wäre er hoch, ein Zeichen von zu viel Emissionen, was das Angebot an Zertifikaten knapper machte und deshalb verteuerte.

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