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Kommentar zu EU-Plänen : Keine Armee ohne Einigkeit

Soldaten der Deutsch-Französischen Brigade sind in Moumelon-le-Grand am Montag, dem 26. Februar 2018 zum Manöver angetreten. Bild: Cornelia Sick

Je stärker die Integration europäischer Truppen und Stäbe, desto größer ihre wechselseitige Abhängigkeit. Bei der Nato gab es Riesenprobleme.

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          Emmanuel Macron und Angela Merkel sind für eine „echte europäische Armee“. Das haben beide in dieser Woche klargemacht. Sie spielten einander die Bälle zu, nachdem Donald Trump sich seinen Ärger über einen unerquicklichen Ausflug nach Europa (Kriegsgräber statt Militärparade!) von der Leber gezwitschert hatte. Trump ist gegen eine europäische Armee, so viel wurde deutlich. Offen blieb indessen: Was ist denn eigentlich eine europäische Armee?

          Die Antwort liegt keineswegs auf der Hand. Geht es um die Streitkräfte der Vereinigten Staaten von Europa, in der die Nationen nur noch Glieder eines großen Ganzen sind, an dessen Spitze ein Präsident als Befehlshaber steht? Das Vorbild dafür wäre natürlich Amerika. Über Einsätze würde allein in Brüssel entschieden. Dieser Vision würde sich aber nur eine winzige Zahl von Europäern verschreiben. Nicht einmal Jean-Claude Juncker gehört dazu, denn er hält die Nationalstaaten für dauerhaft. Es würde das heutige Europa sprengen, wollte man in diese Richtung marschieren.

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