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Kommentar : Mit Seehofer zurück in die Zukunft

Horst Seehofer bei einer auswärtigen Kabinettsitzung in Amberg Bild: dpa

Niemand hat die Absicht, zum G9 zurückzukehren? Doch, auch die CSU. Bei ihr heißt das freilich „Aufbruch in eine neue Epoche“.

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          Horst Seehofer ist immer noch ziemlich gut darin, dem Volk Wünsche von den Augen abzulesen, insbesondere dann, wenn es auf eine Landtagswahl zugeht. Zur Not isst er dafür auch eigene Sätze auf wie „Es wird kein G9 geben“. Das wird in Bayern rechtzeitig zum Herbst 2018 nun doch (wieder) eingeführt, weil die Stoibersche Brachialreform zur Verkürzung der Schulzeit unbeliebt geblieben ist.

          Auch der Versuch, die schlecht geplante und schlecht ausgeführte G8-Reform durch Wahlmöglichkeiten zu retten, verringerte die Unzufriedenheit nicht. Weil den G8-Ideologen auch anderswo in der Republik die Gefolgschaft von der Fahne ging und die Zweifel am Nutzen der Reform immer lauter wurden, das Motto „Vorwärts, Kameraden, wir müssen zurück!“ aber ein Eingeständnis des Scheiterns darstellen würde, heißt Seehofers Parole jetzt: Zurück in die Zukunft!

          Den abermaligen Wechsel in eine „neue Epoche“ müssen nun hauptsächlich wieder die Schüler, die Lehrer und die Eltern ertragen. Diesmal geht die CSU freilich auf Nummer sicher und packt ein millionenschweres „Bildungspaket“ mit drauf.

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