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Hooligans : Verlängerung für einen Polizeieinsatz

  • -Aktualisiert am

Teurer Polizeieinsatz: Das Spiel Bremen – Hamburg am 1.9.2012 endete 2:0 für die Gastgeber. Auf der Rechnung möchte Bremen dennoch nicht sitzenbleiben. Bild: dpa

Bundesligaspiele zwischen Hamburg und Bremen sind „Risikopartien“ – und das nicht nur in sportlicher Hinsicht. Die Rechnung für einen Polizeieinsatz im Jahr 2012 schickte Bremen an die Deutsche Fußball Liga. Der Streit könnte Gutes bewirken.

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          Wenn zwei es sich zu einfach machen, muss ein Dritter entscheiden. Die wahlkämpfende bremische Landesregierung will der Deutschen Fußball-Liga Mehrkosten für einen Polizeieinsatz beim Bundesligaspiel Bremen gegen Hamburg in Rechnung stellen. Sie beruft sich auf ein Landesgesetz und Umfragewerte, wonach das Abwälzen der Kosten populär sei

          Letzteres kann aber eigentlich kein Argument sein. Die Liga sagt, das Vorgehen Bremens sei rechtlich fragwürdig. Das ist so allerdings auch Unsinn, denn es gibt ein gültiges Gesetz. Nun geht die Sache vor Gericht. Das ist auch gut so. In einer idealen Welt müsste die Polizei bei Fußballspielen nur den Verkehr regeln.

          In der rauhen Wirklichkeit jedoch müssen Polizisten sich und friedliche Fans vor Gewalttätern schützen – auch deshalb, weil Vereine und Verbände zwar in Empörung vereint aufschreien, wenn etwas Schlimmes passiert ist, andererseits aber zögerlich erscheinen, wenn es gilt, energisch gegen straff organisierte „Fan“-Gruppen vorzugehen.

          Insofern könnte die Zahlungsaufforderung aus Bremen ein gutes Druckmittel sein, damit alle Beteiligten zur Besinnung kommen.

          Peter Sturm

          Redakteur in der Politik, zuständig für „Politische Bücher“.

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