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FAZ Plus Artikel Einheitliche Prüfungsaufgaben : Das unvergleichbare Abitur

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Ein Schild „Ruhezone Abitur“ weist auf eine Abiturprüfung hin. Bild: dpa

Wenn es den Kultusministern ernst mit der Vergleichbarkeit ist, dürfen sie sich mit ihrem Abituraufgabenpool nicht zufriedengeben. Andernfalls werden sie die Bedeutung des Abiturs als Hochschulzugangsberechtigung endgültig verspielen.

          Die echte Vergleichbarkeit des Abiturs unter den Bundesländern ist längst zur Existenzfrage für die Kultusministerkonferenz (KMK) geworden. Doch haben die Kultusminister das eigentlich realisiert? Denn eine wirkliche Vergleichbarkeit ist noch immer schöne Utopie, obwohl das Bundesverfassungsgericht schon Ende 2017 festgestellt hatte, dass die unterschiedlichen Abiturregelungen gegen den Gleichheitssatz des Grundgesetzes verstießen, und auf die bundeslandabhängige Benachteiligung bei Abiturdurchschnitten für zulassungsbeschränkte Studiengänge verwies. Die Kultusminister sind also höchstrichterlich zu mehr Vergleichbarkeit verpflichtet worden. Seither verweisen sie gebetsmühlenartig auf den geplanten Staatsvertrag, von dem bisher niemand weiß, wie sehr er die Länder in die Pflicht nimmt, und auf den Abituraufgabenpool für die Kernfächer.

          So überzeugend die Grundidee sein mag, einheitliche Aufgaben für das schriftliche Abitur in allen Ländern einzuführen, so sehr wird sie schon dadurch zur Farce, dass die Länder nicht verpflichtet sind, sich am Pool zu beteiligen und die Aufgaben auch noch beliebig ändern können. Außerdem müssen Schüler die Poolaufgabe nicht wählen. Denn bis auf Hamburg stellen alle Länder auch eigene Aufgaben zur Wahl. Laut einem Bericht der KMK sind die Änderungen einzelner Länder an den Aufgaben gravierend und häufig. Warum mit diesem Änderungsunwesen erst 2021 Schluss sein soll und manche Länder vier Jahre nach Einrichtung des Pools noch immer nicht ihre Schulgesetze oder Lehrpläne angepasst haben, ist unbegreiflich. Dieser Missstand nährt Zweifel an der Bereitschaft der Länder, sich zur Rettung des Bildungsföderalismus über ihre Länderegoismen hinwegzusetzen und zur vielbeschworenen ländergemeinsamen Verantwortung zu bekennen.

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          Heike Schmoll

          Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.

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