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CDU : Baustelle Facebook

  • -Aktualisiert am

Annegret Kramp-Karrenbauer, Bundesvorsitzende der CDU, am 13. Mai vor einer Pressekonferenz im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin Bild: dpa

Zur „Baustelle“, auf der sich Annegret Kramp-Karrenbauer sieht, gehört auch ein neuer Umgang mit dem Internet. Dabei geht es nicht nur um Organisatorisches.

          Es ist etwas übertrieben, wenn die Konrad-Adenauer-Stiftung nun in einer Studie schreibt, die Facebook-Seite der CDU sei vor der Bundestagswahl 2017 von den Gegnern der Partei „gekapert“ worden.

          Natürlich werden soziale Medien bei kontroversen Themen wie Migration oder Russland immer wieder von aggressiven, radikalen, teilweise sogar strafrechtlich relevanten Posts überschwemmt. Aber im Vergleich zu den gesamten Nutzerzahlen sind es meist nur sehr kleine Minderheiten, die da ihre Meinung kundtun; viele Nutzer werden die Kommentare gar nicht lesen.

          Es gibt Umfragen, nach denen Plattformen wie Facebook in solchen Fragen ohnehin nicht sonderlich ernst genommen werden. Für die Regierungspartei dürfte das allerdings nur ein schwacher Trost sein, vor allem weil ihre Stiftung herausgefunden hat, dass die Konkurrenz es (ein wenig) besser macht.

          Zur „Baustelle“, auf der sich Annegret Kramp-Karrenbauer sieht, gehört auch ein neuer Umgang mit dem Internet. Dass es da nicht nur um Organisatorisches geht, wird die Parteivorsitzende inzwischen selbst gemerkt haben.

          Nikolas Busse

          Verantwortlicher Redakteur für die Frankfurter Allgemeine Woche und stellvertretender verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik (F.A.Z.).

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