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Wer steuert Corona-Proteste? : Läuft gut für Verschwörungstheoretiker

Der „Aluhut“ will gegen Strahlung schützen, die Gedanken steuert, natürlich im Auftrag der Regierung. Wer einen „Aluhut“ aufzieht, dessen Gedanken sollen frei sein – wie bei diesem Demonstranten in Stuttgart. Bild: dpa

Sie erreichen im Netz ein Millionenpublikum und verkaufen ihre Theorien als „Widerstand“ im Namen des Grundgesetzes: Verschwörungstheoretiker sind gut im Geschäft. An diesem Wochenende folgen ihnen wieder Tausende.

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          Was wir kritisieren, sind die völlig überzogenen Maßnahmen gegen die gesamte Bevölkerung, bei der große Teile der im Grundgesetz verankerten Grundrechte willkürlich, unbegrenzt und dauerhaft durch das Merkel-Regime auf Eis gelegt wurden“, ruft Ken Jebsen der Menge in Stuttgart entgegen. 50.000 Menschen hatte der Veranstalter für den vorigen Samstag angekündigt, 10.000 hat die Stadt zugelassen – aus Infektionsschutzgründen.

          Helene Bubrowski

          Politische Korrespondentin in Berlin.

          Constantin van Lijnden

          Redakteur für Frankfurter Allgemeine Einspruch.

          Timo Steppat

          Redakteur in der Politik.

          Markus Wehner

          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Den Mindestabstand beachten viele trotzdem nicht, einen Atemschutz trägt vielleicht jeder Hundertste. Etwas anderes würde auch kaum zum Vortrag von Jebsen passen. Er hat die Bühne verlassen („weil die Zeit vorbei ist, bei der Sie, die Bürger, sich von oben herab volltexten lassen müssen“) und redet sich auf Augenhöhe mit seinem Publikum in Rage: „Corona wird als trojanisches Pferd genutzt, um den Staat noch mächtiger und den Bürger noch ohnmächtiger zu machen.“

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