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Morddrohungen gegen Wissler : Bouffiers potentieller Nachfolger gerät ins Wanken

  • -Aktualisiert am

Potentieller Nachfolger? Bouffier und Beuth im Mai zu Beginn einer Sitzung im hessischen Landtag Bild: dpa

Innenminister Beuth galt in der hessischen CDU als Hoffnungsträger. Die Affäre um Morddrohungen des „NSU 2.0“ gegen eine Linke-Politikerin bringt ihn nun in Bedrängnis.

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          In Hessen sieht sich mancher in Fragen der inneren Sicherheit – und nicht nur dort – mindestens kurz hinter Bayern und Baden-Württemberg. Ausdruck dieses Wiesbadener Selbstbewusstseins ist der Sitz des Innenministeriums: ein markantes, helles Hochhaus mitten in der Landeshauptstadt. Hier residiert Innenminister Peter Beuth. Der galt bis vor kurzem innerhalb der CDU allein schon aufgrund seines Amtes als möglicher künftiger Ministerpräsident. Sollte Volker Bouffier deutlich vor dem Ende der Legislaturperiode aufhören, womit in Wiesbaden viele rechnen, wäre Beuth neben Landesfinanzminister Michael Boddenberg der wahrscheinlichste Nachfolger, hieß es stets.

          Julian Staib
          Politischer Korrespondent für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland mit Sitz in Wiesbaden.

          Zwar steht Beuth seit Jahren in der Kritik. So gingen dem Mord an dem Kassler Regierungspräsidenten Walter Lübcke offenbar eklatante Fehler des Landesverfassungsschutzes voraus, auch wird die hessische Polizei von Vorwürfen rechtsextremer Umtriebe einiger Beamter erschüttert, und das nicht erst seit vergangener Woche. Doch dazu hieß es von Befürwortern Beuths stets, Belastungen gehörten zu dem Job dazu. Bouffier sei ja auch nicht unbelastet aus dem Amt des Innenministers in die Staatskanzlei gewechselt.

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