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Nach Silvesternacht : Köln plant eine „Schutzzone Dom“

  • -Aktualisiert am

Ein massives Aufgebot an Einsatzkräften soll für mehr Sicherheit am Dom sorgen. Bild: dpa

Ein neues Sicherheitskonzept soll Vorkommnisse wie in der Silvesternacht verhindern. Mit Zäunen und Kontrollen will die Polizei den Dom abriegeln. Nicht nur zum Jahreswechsel ist dort nun einiges verboten.

          Als Konsequenz aus den Vorfällen in der Silvesternacht in Köln haben sich Oberbürgermeisterin Henriette Reker und der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies auf ein Ordnungs- und Sicherheitskonzept für den Dom und seine Umgebung geeinigt. Auf dem Bahnhofsvorplatz werde die Polizei mit einem „massiven Aufgebot an Einsatzkräften“ dafür sorgen, dass sich Vorkommnisse wie am Jahreswechsel 2015/2016 nicht wiederholen könnten, sagte Mathies bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Oberbürgermeisterin am Mittwoch. An Silvester war es im Schatten des Doms massenhaft zu Diebstählen und sexuellen Übergriffen auf Frauen gekommen.

          Reiner Burger

          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          Reker kündigte an, dass der Dom zum kommenden Jahreswechsel im Abstand von 80 Metern umzäunt werden soll. Jeder, der keine Feuerwerkskörper bei sich habe, dürfe nach entsprechenden Kontrollen aber frei passieren. An Silvester 2015 hatten mehrere Gruppen überwiegend aus Nordafrika stammender Migranten den Kölner Dom nach Augenzeugenberichten unter Johlen mit Böllern und Feuerwerksraketen gezielt beschossen.

          In dem von der Polizei entwickelten Sicherheitskonzept wird detailliert aufgelistet, welches Verhalten künftig nicht nur an Silvester rund um den Dom verboten sein und auch nicht mehr toleriert werden soll. Dazu zählen Belästigungen und Pöbeleien, der Konsum von Drogen, Wildpinkeln und Wildcampen, aktives Betteln und das Vermüllen des Areals. Auch der Aufenthalt im trunkenen Zustand soll künftig in der „Schutzzone Dom“ untersagt sein.

          Unterdessen bestätigte die Kölner Polizei, dass die Kriminalität in der Stadt in den vergangenen Monaten stark zurückgegangen ist. So gab es in den ersten acht Monaten des Jahres in Köln 20 Prozent weniger Taschendiebstähle – gerade das Areal rund um den Hauptbahnhof und den Dom war ein Hauptbetätigungsfeld für zumeist aus Nordafrika stammende Banden. Nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden hat der Rückgang mit der seit den Silvestervorfällen erheblich erhöhten Präsenz von Polizei- und Ordnungskräften zu tun.

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