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Köln : Mehr als 100 Anzeigen nach Übergriffen an Silvester

  • Aktualisiert am

Eine Menschenmenge auf der Kölner Domplatte in der Silvesternacht Bild: dpa

Etwa drei Viertel der Meldungen bei der Kölner Polizei weisen eine sexuelle Komponente auf. Zudem soll es auch in Bielefeld verstärkt zu kriminellen Handlungen gegenüber Frauen gekommen sein

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          Bei der Kölner Polizei sind inzwischen 106 Anzeigen nach den massiven Übergriffen in der Silvesternacht am Hauptbahnhof eingegangen. Etwa drei Viertel der Anzeigen wiesen eine sexuelle Komponente auf, sagte ein Sprecher der Polizei am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst (epd). Allerdings berichteten Geschädigte, die etwa den Diebstahl ihres Handys anzeigten, häufig erst auf Nachfrage von sexualisierter Gewalt.

          Unterdessen erklärte NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) am Mittwoch auf einer Pressekonferenz, dass im Zusammenhang mit den Übergriffen bislang drei Verdächtige ermittelt wurden. Details zu den verdächtigen Personen wollte Jäger nicht nennen, da dies die schwierigen Ermittlungen gefährden könnte.

          Vorfälle auch in Bielefelder Diskothek

          Nach Angaben der Kölner Polizei vom Dienstag hatten sich zeitweise bis zu etwa 1.000 Männer alkoholisiert und aggressiv in der Silvesternacht am Hauptbahnhof aufgehalten und offenbar zahlreiche Frauen umringt, bedrängt und teils massiv sexuell belästigt und bestohlen. Die Politik kündigte harte Konsequenzen an. Viele an den Taten Beteiligte sollen nach Angaben von Polizisten und Opfern einen Migrationshintergrund haben.

          Derweil soll es in der Nacht des Jahreswechsels auch in einer Bielefelder Diskothek Übergriffe auf junge Frauen gegeben haben. Nach Angaben der Zeitung „Neue Westfälische“ wurden mehrere junge Frauen belästigt und bestohlen. Sie seien von einigen Männern festgehalten, geküsst und „angetanzt“ worden. Die Polizei bestätigte den Bericht. Demnach sollen die Täter aus einer Gruppe von etwa 150 Menschen stammen, die vor allem aus dem nordafrikanischen Raum kamen, sagte ein Polizeisprecher. Es seien Diebstähle angezeigt worden. „Aber es gibt keine Hinweise oder Anzeigen, die auf Sexualstraftaten hindeuten“, betont er.

          Das sogenannte Antanzen wird bundesweit seit Monaten als Ablenkungsmanöver für Diebstähle genutzt. Die Masche kommt nach Polizeiangaben oft im Umfeld von Diskotheken, Bahnhöfen und Konzerten vor. Es gibt nach Angaben der Bielefelder Polizei derzeit allerdings noch keine Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen den jüngsten Bielefelder Fällen und den Übergriffen von Köln und Hamburg.

          Köln : Harte Strafen, mehr Polizeipräsenz und Überwachung

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