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Köln : Generalbundesanwalt erhebt Anklage gegen Reker-Attentäter

  • Aktualisiert am

Der Tatort am 17. November 2015 in Köln Bild: dpa

Kurz vor der Oberbürgermeisterwahl in Köln griff Frank S. die Kandidatin Henriette Reker an und stach auf sie ein. Nun hat die Generalbundesanwaltschaft Anklage gegen ihn erhoben - wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung.

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          Gegen den Attentäter, der im November mehrfach auf die damalige Kölner Oberbürgermeister-Kandidatin Henriette Reker einstach, ist Anklage erhoben worden. Das teilte die Generalbundesanwaltschaft am Dienstagnachmittag mit. Der 44-Jährige müsse sich vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung verantworten.

          Einen Tag vor der OB-Wahl in Köln im November vergangenen Jahres hatte Frank S. bei einer Wahlkampfveranstaltung insgesamt fünf Mal auf die parteilose Henriette Reker eingestochen und auch weitere Politiker verletzt. Dem Ergebnis der Ermittlungen zufolge, heißt es nun in der Mitteilung der Bundesanwaltschaft, „wollte der Angeschuldigte Henriette Reker ausschließlich deshalb töten, weil sie als Beigeordnete für Soziales, Integration und Umwelt der Stadt Köln mitverantwortlich war für eine - aus seiner Sicht - verfehlte Politik in Ausländer- und Flüchtlingsangelegenheiten“. Mit der Tötung habe der Angeschuldigte ein Zeichen setzen und ihre Wahl zur Oberbürgermeisterin verhindern wollen. Die Ermittlungen hätten keine Anhaltspunkte für weitere Tatbeteiligte oder eine Einbindung des Angeschuldigten in eine terroristische Vereinigung ergeben.

          Reker lag nach dem Attentat zeitweise im künstlichen Koma. Trotzdem gewann sie die Wahl und ist inzwischen Oberbürgermeisterin in Köln.

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