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Klimawandel : Nach der Flut ist vor der Flut

  • -Aktualisiert am

Bundeswehrsoldaten am 17. August bei Aufräumarbeiten in der Nähe von Stolberg (Rheinland) Bild: dpa

Vorwarnen und vorbeugen: In Sachsen kann man viel über Jahrhunderthochwasser lernen – zumal sie wohl nicht seltener werden. Nach der Juli-Flut im Westen müssen nun endlich die richtigen Schlüsse gezogen werden.

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          Als im Juni 2013 wieder einmal ein heftiges Hochwasser Sachsen heimsuchte, hieß es in den betroffenen Städten ironisch-sarkastisch: „Die Jahrhunderte werden auch immer kürzer!“ Das bezog sich darauf, dass nach der August-Flut 2002 allenthalben von einem Hochwasser die Rede gewesen war, das schlimmstenfalls einmal in hundert Jahren zu erwarten sei. Doch in rascher Folge gab es seitdem außergewöhnlich hohe Pegelstände; 2013 mussten dann schon wieder Innenstädte den Wassermassen preisgegeben werden, etwa in Grimma, Döbeln und Meißen.

          Im Freistaat war man jedoch besser vorbereitet als elf Jahre zuvor. Das Katastrophenmanagement funktionierte deutlich reibungsloser, es gab erheblich längere Vorwarnzeiten, weshalb Hilfskräfte und Freiwillige vielerorts noch die Keller und Erdgeschosse der Häuser hatten leer räumen können. Von Sachsen ließe sich manches lernen.

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