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Kampf gegen Klimawandel : Özdemir fordert Bürger zu weniger Fleischkonsum auf

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Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir besuchte am 13. April einen Schweinehaltungsbetrieb im niedersächsischen Bergen. Bild: dpa

Landwirtschaftsminister Özdemir ruft zu mehr Engagement gegen den Klimawandel auf. Die Massentierhaltung müsse zurückgedrängt werden. Dazu könne der Einzelne beitragen, indem er „weniger Fleisch esse“.

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          Angesichts von Dürre und Waldbränden in Deutschland fordert Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) die Bürger zu mehr Einsatz gegen den Klimawandel auf. „Es gibt keinen Klimaschutz, keine Biodiversität, ohne dass man es merkt“, so Özdemir am Freitag in der Sendung „Frühstart“ auf RTL und ntv. Der Klimawandel sei menschengemacht, also könnten auch Menschen dafür sorgen, dass es nicht einfach so weitergehe. „Zum Beispiel, indem ich weniger Fleisch esse.“

          Özdemir sagte, man brauche zwar auch künftig Tierhaltung in Deutschland – etwa, um tierischen Dünger als Ersatz für mineralischen Dünger zu produzieren. Die Massentierhaltung zurückzudrängen aber sei ein Beitrag zum Klimaschutz. „Wir brauchen weniger Tiere, wir brauchen sie besser in der Fläche verteilt.“ Zugleich hob der Landwirtschaftsminister hervor, dass Bauern unterstützt werden müssten, damit beispielsweise die Hofnachfolge klappe.

          Um schwere Waldbrände künftig zu verhindern, spricht sich Özdemir zudem für einen Umbau der Wälder aus, weg von Monokulturen. „Sie müssen klimaresilienter werden“, sagte der Minister. Der Bund gebe dafür 900 Millionen Euro aus.

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