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Proteste für mehr Klimaschutz : Menschenkette von Fridays for Future ums Kanzleramt

  • Aktualisiert am

Klimaaktivistin Luisa Neubauer mit Mitstreiterinnen am Mittwoch vor dem Bundeskanzleramt Bild: Reuters

In zahlreichen Städten demonstrieren Mitglieder der Bewegung für striktere Klimaschutzmaßnahmen. Der Bundesregierung werfen sie fehlende Konsequenz vor.

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          Die Klima-Bewegung Fridays for Future hat am Mittwoch bundesweit in 15 Städten für radikalere Klimaschutzmaßnahmen demonstriert. In Berlin bildeten die Klimaaktivistinnen und -aktivisten eine coronakonforme Menschenkette um das Kanzleramt und forderten ein klimaneutrales Deutschland bis 2035. Der Bundesregierung warfen sie fehlende Konsequenz im politischen Handeln in der Klimakrise vor. Weitere Proteste gab es unter anderen in Frankfurt am Main, Göttingen, München, Ulm, Mainz, Köln, Kassel und Freiburg.

          Laut der am Mittwoch im Bundeskabinett beschlossenen Novelle des Klimaschutzgesetzes soll Deutschland bis 2045 klimaneutral werden. Das Ziel für 2030 wurde von derzeit 55 auf 65 Prozent Treibhausgas-Minderung gegenüber 1990 erhöht. Als neues Zwischenziel für 2040 wird zudem eine Minderung von 88 Prozent angestrebt.

          Die Klimaaktivistinnen und -aktivisten kritisierten, der Beschluss des Kabinetts reiche lange nicht aus. Eine Klimaneutralität bis 2045 komme 15 Jahre zu spät. Deutschland müsse bereits in 15 Jahren auf Null sein, um seinen globalen Beitrag zum Pariser Klimaabkommen zu leisten. Andernfalls müssten die Menschen im globalen Süden jetzt und „unsere Generation in der Zukunft“ diese Politik ausbaden, hieß es.

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