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Klimapolitik von rechts : Fakten sind der AfD egal

  • -Aktualisiert am

Weltweiter Temperaturanstieg? Von wegen: Laut eines AfD-nahen Experten wird sich die Erde erst 2100 um einen Grad erwärmt haben und mit den Menschen hat das sowieso nichts zu tun. Dass 97 Prozent der Wissenschaftler da anderer Meinung sind, interessiert die Rechtspopulisten wenig. Bild: dpa

Die Rechtspopulisten von der AfD laden regelmäßig Leugner des Klimawandels in den Bundestag ein. Das beeinflusst die Debatte.

          5 Min.

          In der Klimapolitik verbindet die FDP und die Grünen nicht viel. Die Liberalen wollen CO2-Zertifikate einführen, um mit den Mitteln des Marktes den Treibhausgasausstoß zu begrenzen – die Grünen wollen eine CO2-Steuer, um umweltschädliches Verhalten zu sanktionieren. Worin sich beide Parteien aber einig sind: dass der Klimawandel vom Menschen gemacht ist. Das galt für alle Parteien, die im Bundestag saßen – bis die AfD vor knapp zwei Jahren ins Parlament einzog. „Vorher haben wir uns inhaltlich über Maßnahmen teilweise hart gestritten“, sagt Sylvia Kotting-Uhl von den Grünen und Vorsitzende des Umweltausschusses. „Jetzt wird es oft sehr grundsätzlich. Es kostet uns Zeit, uns immer wieder mit den faktenfreien Argumentationen der Experten der AfD auseinandersetzen zu müssen.“

          Timo Steppat

          Redakteur in der Politik.

          Der klimapolitische Sprecher der AfD, Karsten Hilse, sagt: „Es geht darum, dass alle Positionen gehört werden.“ Er will darüber diskutieren, welche wissenschaftliche Grundlage es für die prognostizierte Erderwärmung gibt. „Dafür müssen wir zumindest alle Seiten hören“, fordert er. Der CO2-Gehalt und die Temperaturänderungen hätten noch nie in der Erdgeschichte in einer Ursache-Wirkung-Beziehung gestanden, ist Hilse überzeugt. Dass es unter 97 Prozent aller Wissenschaftler einen Konsens über den Ursprung der Erderwärmung gibt, will Hilse nicht so stehenlassen. „Es gibt diesen Konsens einfach nicht.“ Vor ein paar Jahren fing Hilse an, sich in das Thema einzulesen. Sein Interesse am Thema habe mit seiner Heimat zu tun, sagt er. Er ist direkt gewählter Abgeordneter aus dem sächsischen Bautzen. „Die unsinnigen Vorgaben für mehr Klimaschutz kosten uns in der Lausitz viele Arbeitsplätze in der Braunkohle. Das will ich nicht zulassen.“

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