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Gipfel in Glasgow : Klima-Appell an die Ampel

Kohlendämmerung: Das Kraftwerk Jänschwalde in Brandenburg Bild: dpa

Acht große Umweltverbände fordern von SPD, Grünen und FDP, sich noch während der Klimakonferenz auf den Kohleausstieg vor 2030 festzulegen. Und zwar nicht nur „idealerweise“.

          4 Min.

          Vor dem Beginn des Klimagipfels von Glasgow am Montag haben acht führende Umweltverbände die Parteien der geplanten Ampelkoalition aufgefordert, noch in der Woche des Treffens klar festzulegen, dass Deutschland bis 2030 die Kohleverstromung beenden will. SPD, Grüne und FDP haben dieses Ziel in ihren Sondierungspapieren zwar anvisiert – aber mit der einschränkenden Formulierung, der Kohleausstieg solle „idealerweise“ schon 2030 statt wie heute geplant erst 2038 kommen. Damit geht Berlin ohne klare Position in den Klimagipfel. Das schwächt den Einfluss der gesamten EU, die unter Fachleuten als der stärkste Motor im Kampf um das Klima gilt.

          Konrad Schuller
          Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Die acht Verbände fordern deshalb SPD, Grüne und FDP auf, noch während des Glasgower Gipfels, also vor Abschluss ihrer jetzigen Koalitionsverhandlungen, ein Zeichen zu setzen. In ihrem Appell, schreiben sie: „Die Ampel-Parteien müssen zur Weltklimakonferenz in Glasgow deutlich machen, dass sich Deutschland mit einem Kohleausstieg bis 2030 und einem klimapolitischen Aufbruch in allen Sektoren und für die internationale Rolle zurückmeldet an die Weltspitze des Klimaschutzes.“ Es dürfe eben „nicht nur ,idealerweise‘ mehr Klimaschutz geben“. Zu den Unterzeichnern gehören der BUND, Campact, der Deutsche Naturschutzring, die Deutsche Umwelthilfe, Germanwatch, Greenpeace, der Naturschutzbund Deutschland sowie der WWF Deutschland.

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