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Proteste von Klimaaktivisten : Konfrontation oder Kompromiss?

Umweltaktivisten haben am Sonntag Bahngleise zum Braunkohlekraftwerk Neurath besetzt. Polizisten stehen daneben. Bild: dpa

Die Schüler von Fridays for Future müssen sich entscheiden, ob sie in die politische Mitte oder den radikalen Aktivisten im Hambacher Forst folgen wollen.

          Es ist die Wahl, vor der manche Bewegung steht: Lässt sie sich auf der Welle der Unterstützung, die den Schülerprotesten von Fridays for Future von vielen Seiten entgegenschlägt, in die Mitte tragen, wo radikale Forderungen in einem langsamen Prozess abgeschliffen und mit den Interessen anderer abgewogen werden, oder sucht sie die reine Lehre.

          Wie die aussieht, lässt sich seit geraumer Zeit im rheinischen Braunkohlerevier beobachten, wo internationale Aktivisten stetig die Konfrontation mit der Polizei und dem Energieversorger RWE suchen. Unter den Wipfeln des Hambacher Forstes und an der Abbruchkante der riesigen Tagebaue lassen sich mit wenigen Leuten wirkmächtige Bilder erzeugen, die den Kampf um die Zukunft des Planeten illustrieren sollen.

          Die Führung von Fridays for Future hat sich für die gemeinsame Sache mit den radikalen Braunkohlegegnern entschieden und gegen den Kompromiss. Aber die teils gewaltsame Konfrontation, die dort „ziviler Ungehorsam“ genannt wird, nimmt die Mehrheit nicht mit. Die große Masse der Schüler ist ihnen auf dem Weg offenbar nicht gefolgt.

          Alexander Haneke

          Redakteur in der Politik.

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