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Klimapopulismus : Wir sollten nicht so heilig tun

  • -Aktualisiert am

Strenger Blick: Greta Thunberg Ende Dezember bei ihrem traditionellen Klimaprotest vor dem schwedischen Parlament in Stockholm Bild: EPA

Klimaaktivisten tun oft so, als sei das Einzige, was zum Klimaschutz fehle, der gute Wille. Doch so einfach ist es nicht. Verhandlungen und Kompromisse verächtlich zu machen, ist jedenfalls das Falsche.

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          Viele Menschen in Deutschland tun etwas für das Klima. Sie fahren mit dem Fahrrad, essen weniger Fleisch, kaufen Ökostrom und spenden für den Regenwald. Es ist ihre Entscheidung, sie machen es einfach. Und es ist ein gutes Gefühl, das Richtige zu tun, einfach darum, weil es das Richtige ist. Menschen können auch das Falsche tun, aber wenn sie nicht irre sind, leiden sie unter der Kluft zwischen Anspruch und Handeln. Ohne gute Gründe fühlen wir uns schlecht, so sind wir Menschen eben. Haben wir aber gute Gründe gefunden, wollen wir andere davon überzeugen, genauso zu handeln. Wenn Klimaschutz richtig ist und sich gut anfühlt und nebenbei die Menschheit rettet – wer sollte da noch zögern? Nun, die Leute auf dem UN-Klimagipfel in Madrid zum Beispiel.

          Da sind viele baff. Die Wissenschaft sagt klar, was getan werden muss, und die Regierungen verhandeln zwei Wochen und schaffen nicht mehr als ein dünnes Papier? Dieses endlose Gerede finden die Leute leichtsinnig, dumm und töricht. Sie benutzen auch schlimmere Wörter.

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