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Klaus Wowereit : Meister Petz

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit geht weiter unbeirrt seiner Wege. Die Opposition ist zahnlos, und die SPD kann noch nicht auf ihn verzichten.

          Klaus Wowereit hat ein derart dickes Fell, dass er als Berlins Wappentier auftreten könnte. Auch Affären und Krisen bewältigt er so gelassen wie ein alter, grauer Bär. Noch niemandem ist es gelungen, ihn in die Enge zu treiben.

          Selbst der Rücktritt vom Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden für das Flughafendesaster hat seinen Kritikern nur vorübergehend Freude machen können, kehrte er doch binnen Jahresfrist auf diesen Posten zurück wie ein Ball an einer Gummischnur. Der Grund dafür war einfach: Es war kein anderer da, der es machen konnte und wollte.

          Auch als Regierender Bürgermeister ist Wowereit für die SPD derzeit noch unverzichtbar, weswegen er, Steuerhinterziehung hin, Skandal her, in aller Ruhe seinen Skiurlaub zu Ende bringen und sich nun ganz entspannt der Opposition stellen konnte. Gefahr ist nicht in Verzug.

          Der Koalitionspartner CDU ist zum Wegschauen verurteilt, notfalls in Sotschi. Und die SPD will sich endlich wieder der Jagd auf andere Steuerhinterzieher widmen – Sünder aus den eigenen Reihen passen nicht in ihr Beuteschema. Da kann Meister Petz weiter unbeirrt seiner Wege gehen.

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