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Kirchentag : AfD attackiert Kirchen für Einsatz in der Flüchtlingskrise

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Parteiballon in Blaubeuren: Die AfD wirft den Kirchen „Gewinnmaximierung“ vor, in dem sie Ehrenamtliche einsetzt. Bild: dpa

Viele Flüchtlingsunterkünfte werden von kirchlichen Hilfsorganisationen betrieben, der Staat trägt die Kosten. Ein AfD-Landesvorsitzender wirft Caritas und Diakonie jetzt Geldmacherei vor.

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          Die AfD verschärft ihren Kurs gegenüber der katholischen und evangelischen Kirche. Bayerns AfD-Landesvorsitzender Petr Bystron wirft beiden Kirchen vor, über ihre Wohlfahrtsverbände „unter dem Deckmantel der Nächstenliebe“ ein Milliardengeschäft mit der Flüchtlingskrise zu machen.

          Beide Kirchen hätten aus kommerziellen Gründen ein großes Interesse an weiterer Flüchtlingszuwanderung. „Die vordergründig propagierte Flüchtlingsfreundlichkeit finanziert zugleich eine gigantische Wohlfahrtsindustrie unter dem organisatorischen Dach der Kirchen“, sagte Bystron, der seine Kritik zuvor in einem Beitrag für die „Huffington Post“ veröffentlicht hatte. Branchenführer seien die katholische Caritas und das evangelische Diakonische Werk.

          „Kirchliche Organisationen und Unterorganisationen nutzten zur Gewinnmaximierung oft die Hilfsbereitschaft unbezahlter Ehrenamtlicher über Monate aus, während sie Kommunen, Land und Bund für Aufbau und Betrieb von Flüchtlingsunterkünften saftige Rechnungen schreiben“, erklärte Bystron. Gleichzeitig warf er der katholischen Kirche vor, die AfD vom Kirchentag in Leipzig ausgeschlossen zu haben. Er verlangte ein „Ende der Kirchensubventionierung durch Steuergeld“.

          Seit einigen Monaten liegen Kirchenvertreter und AfD-Funktionäre im Clinch. Zunächst äußerten sich Bischöfe und Kirchenvertreter wenig zur neuen Partei. Als der Vorsitzende des Zentralkommittees der deutschen Katholiken Thomas Sternberg aber vor einigen Wochen bekannt gab, man wolle keine AfD-Vertreter zum Kirchentag einladen und damit begründete, fremdenfeindlichen Positionen einnehmen zu wollen, griff auch die Partei die Kirche an. So gab es Stimmen, die sich für eine stärkere Trennung von Kirche und Staat einsetzten. Zuletzt betonte der stellvertretende AfD-Chef Gauland: „Wir sind keine christliche Partei."

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