https://www.faz.net/-gpf-82bmu

Kinderschutzbund Niedersachsen : Spendenrekord nach Absage an Edathy

  • Aktualisiert am

Der Kinderpornografie-Prozess gegen den ehemaligen SPD-Politiker Sebastian Edathy wurde gegen eine Geldauflage von 5000 Euro eingestellt. Bild: dpa

Für den Kinderschutzbund hat es sich offenbar auch finanziell gelohnt, die Geldauflage des früheren SPD-Abgeordneten Sebastian Edathy abzulehnen. Der niedersächsische Landesverband erhielt seitdem das Fünfzigfache der üblichen Spendensumme.

          1 Min.

          Die Ablehnung der Geldauflage von Sebastian Edathy hat dem niedersächsischen Landesverband des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) einen Spendenregen beschert. Rund 160.000 Euro seien seit der Entscheidung im März eingegangen, das Fünfzigfache der gewöhnlichen Spendensumme. „Im gleichen Zeitraum erhalten wir normalerweise 2000 bis 3000 Euro“, sagte Johannes Schmidt, Vorsitzender des DKSB Niedersachsen der Deutschen Presse-Agentur.

          „Wir waren überrollt von der Begeisterung der Menschen“, sagte Schmidt. Unzählige Zuschriften und Anrufe hätten den Landesverband erreicht, nachdem er die Zahlung des ehemaligen Bundestagsabgeordneten nicht annehmen wollte. „Es war genau die richtige Entscheidung, die wir so immer wieder treffen würden“, sagte Schmidt. „Das Geld war eine Verhöhnung der Opfer und unseres Verbandes.“

          Der Kinderpornografie-Prozess gegen den ehemaligen SPD-Politiker Sebastian Edathy war am 2. März gegen die Zahlung einer Geldauflage von 5000 Euro eingestellt worden. Der DKSB lehnte das Geld ab. Edathy zahlte dann an den Jugend- und Kinderfeuerwehrverband Niedersachsen. Die Entscheidung habe den Verband gestärkt, sagte Schmidt. Die Spenden sollen nun an die einzelnen Ortsverbände des DKSB weitergeleitet werden.

          Verfahren eingestellt : Edathy legt Geständnis ab

          Weitere Themen

          Mehrheit der Deutschen gegen Waffenlieferungen

          Ukraine-Konflikt : Mehrheit der Deutschen gegen Waffenlieferungen

          Die Bundesregierung hat mit ihrer Ablehnung von Waffenlieferungen an die Ukraine großen Rückhalt in der Bevölkerung. Kanada sagt die Lieferung militärischer Ausrüstung zu. Großbritannien erwägt laut einem Bericht die Verlegung von Soldaten nach Osteuropa.

          So kontrovers lief die Impfpflicht-Debatte Video-Seite öffnen

          Bundestagsdebatte : So kontrovers lief die Impfpflicht-Debatte

          Der Bundestag hat am Mittwoch erstmals über die Einführung einer möglichen Corona-Impfpflicht debattiert. Die heutige Debatte diente dabei erst einmal zur Orientierung. Mit einer Abstimmung wird für Ende März gerechnet.

          Topmeldungen

          Liefert, was erwartet wurde: Fed-Chef Jerome Powell

          Zinsentscheidung der Fed : Geldpolitik im Inflations-Nebel

          Leitzinserhöhung im März und beschleunigter Ausstieg aus dem Anleihekaufprogramm: Fed-Chef Jerome Powell liefert wie erwartet. Gleichzeitig darf die Zinswende im März als Eingeständnis der Notenbanker gewertet werden.
          Ukrainische Soldaten in Kiew

          Ukraine-Konflikt : Mehrheit der Deutschen gegen Waffenlieferungen

          Die Bundesregierung hat mit ihrer Ablehnung von Waffenlieferungen an die Ukraine großen Rückhalt in der Bevölkerung. Kanada sagt die Lieferung militärischer Ausrüstung zu. Großbritannien erwägt laut einem Bericht die Verlegung von Soldaten nach Osteuropa.