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Betreuung junger Flüchtlinge : Kinderschutzbund wehrt sich gegen Mitarbeit von Rechtspopulisten

  • Aktualisiert am

Das Logo des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) Bild: dpa

Der Deutsche Kinderschutzbund stellt sich gegen Rechtspopulisten, die in dem Verband Fuß fassen wollen – bei der Betreuung minderjähriger Flüchtlinge. „Wir wollen nicht, dass AfD-Funktionäre bei uns mitarbeiten“, sagt DKSB-Präsident Hilgers.

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          Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) setzt sich gegen Unterwanderungsversuche von rechts zur Wehr. Man wisse, „dass aktuell rechtspopulistische Organisationen versuchen, im Deutschen Kinderschutzbund Fuß zu fassen“, heißt es in einer Resolution, die auf der jährlichen Mitgliederversammlung einstimmig verabschiedet wurde, berichtete der „Spiegel“ am Samstag.

          Rechtspopulisten hätten dazu „aufgefordert, sich im DKSB als Vormünder für unbegleitete minderjährige Geflüchtete zu bewerben und ausbilden zu lassen, um in der Arbeit mit den jungen Menschen ihr Wertebild zu propagieren“. Die rechtsextreme „Identitäre Bewegung Hamburg“ hatte beispielsweise Anfang des Jahres ihren Gefolgsleuten geraten, Flüchtlingsvormund zu werden.

          Ein „fachlich fundierter und zivilgesellschaftlich verankerter Kinderschutz“ sei, so die Resolution, mit „rechtspopulistischen Ideologien“ unvereinbar. Damit ist auch die AfD gemeint. „Wir wollen nicht, dass AfD-Funktionäre bei uns mitarbeiten“, sagt DKSB-Präsident Heinz Hilgers. „Das haben wir mit diesem Beschluss deutlich zum Ausdruck gebracht.“

          Die ursprünglich aus Frankreich stammende „Identitäre Bewegung“ ist seit 2012 auch in Deutschland aktiv. Die Gruppe macht gegen eine „Masseneinwanderung“ und eine „Islamisierung Europas“ mobil, oft auch mit spektakulären Protestaktionen. Die Bewegung wird vom Verfassungsschutz beobachtet.

          Laut der Einschätzung der Behörde nutzen die Aktivisten bei ihrem fremdenfeindlich motivierten Engagement moderne Kommunikationskanäle und sind besonders im Internet aktiv. Die sogenannten Identitären wollten so vor allem junge Menschen gewinnen.

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