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SPD vor der Bundestagswahl : Ein Algorithmus namens Kevin Kühnert

Kühnert beim Häuserwahlkampf in Marienfelde Bild: Jens Gyarmaty

Der ehemalige Rebell der SPD versteht sich plötzlich bestens mit dem Parteiestablishment. Ist er ein Opportunist oder einfach nur erwachsen geworden?

          7 Min.

          Ach, stimmt ja: Die SPD hat einen Hoffnungsträger. W­a­rum ist es eigentlich so still geworden um Kevin Kühnert?

          Livia Gerster
          Redakteurin in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          „Ich bin da ganz entspannt.“ Sagt Kühnert. „So schnell vergessen die Leute mich nicht.“ Er sitzt im Eiscafé Europa, einem grauen Betonklotz am Rande der Hauptstadt, und ist mal wieder der Jüngste weit und breit. Über die Eisbecher mit Sahne beugen sich graue Schöpfe, an den Füßen Sandalen mit gelenkschonender Sohle.

          So war es eigentlich schon immer: Kevin Kühnert zwischen Alten. Im Ortsverein, der gegenüber im Adriana Grill tagte. Bei den Geburtstagen von Oma und Opa im Happy Buddha nebenan, dem Stammchinesen der Kühnerts. Keine Geschwister, viele Onkels und Tanten.

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