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AKK entscheidet : Keine weiblichen Dienstgrade für die Bundeswehr

Soldatin, aber Frau Stabsunteroffizierin: An den Dienstgraden dieser Bundeswehrangehörigen auf dem Truppenübungsplatz Lehnin ändert sich erstmal nichts. Bild: dpa

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer beendet die Gendering-Debatte in ihrem Haus. Staatssekretär Tauber teilte mit: Sie habe erstmal Wichtigeres zu tun.

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          Die Bundeswehr wird in nächster Zeit keine weiblichen Dienstgrade einführen. Das teilte der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Peter Tauber (CDU), auf Twitter mit. 

          „Die Ministerin hat mit dem Haushalt, Rüstungsprojekten und Ausrüstungsfragen, dem Irak-Mandat, der Operation im Mittelmeer gerade viele wichtigen Themen in Bearbeitung“, so Tauber. Sie werde sich der Frage der Dienstgradbezeichunungen „zu gegebener Zeit“ widmen.

          Zuvor hatte Tauber am Mittwoch den Verteidigungsausschuss informiert. Wie die F.A.Z aus parlamentarischen Kreisen erfuhr, bestätigte der Staatssekretär bei der Gelegenheit auch, dass Annegret Kramp-Karrenbauer am Dienstag mit einer Vorlage über die weiblichen Dienstgrade befasst gewesen sei. Unklar blieb aber, ob die Vorlage nur der Information gedient oder auch schon eine Beschlussempfehlung enthalten hat.

          Über die Gendering-Debatte im Verteidigungsministerium hatte vergangene Woche zuerst „Die Welt“ berichtet. Überlegungen hätten demnach vorgesehen, für Frauen eine weibliche Dienstgradform einzuführen. Von der Schützin über die Unteroffizierin und die Majorin bis hinauf zur Generalmajorin. Ausgespart geblieben wären die Dienstgrade Hauptmann und Oberst. Bei ihnen wäre, wie bislang, die Anrede mit „Frau“ vorangestellt worden.

          Gegen die Idee hatte sich seitdem vielerorts Widerstand geregt. Sowohl Fachpolitiker als auch eine Reihe von Soldatinnen wandten sich öffentlich gegen die Einführung weiblicher Dienstgrade. Auch der Bundeswehrverband lehnte sie ab.

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