Kommentar : Unzumutbar
Keine Beförderung von Israelis? Die Zeiten, da Menschen aufgrund ihrer Ethnie oder Staatsangehörigkeit diskriminiert werden, sollten vorbei sein.
Das klingt erst einmal plausibel: Das Landgericht Frankfurt hat die Klage eines israelischen Staatsbürgers wegen Diskriminierung zurückgewiesen. Die Fluglinie Kuwait Airways hatte sein über das Internet gebuchtes Ticket für einen Flug von Frankfurt nach Bangkok storniert, nachdem sie von seiner Staatsangehörigkeit erfahren hatte.
Das Gericht befand, es sei der Fluggesellschaft nicht zuzumuten, gegen die Gesetze des eigenen Landes zu verstoßen. Aber was für Gesetze sind das denn, muss man doch weiterfragen. Sie mögen nicht im engeren Sinn an die Rasse anknüpfen. Aber eigentlich sollte es zum ordre public aller zivilisierten Staaten gehören, dass keinem Ausländer nur wegen seiner Staatsangehörigkeit die Einreise verweigert wird.
Dass solche Regeln offenbar im Nahen Osten kein Einzelfall sind, macht die Sache nicht besser. Hier kann, muss aber gar nicht auf die deutsche Vergangenheit Bezug genommen werden. Die Zeiten, da Menschen aufgrund ihrer Ethnie oder ihres Passes diskriminiert werden, sollten endlich vorbei sein. Wer das nicht versteht, kann hier nicht mehr landen.






