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Interview mit Volker Kauder : „Das ist kein Gefallen an Trump, wir tun das für uns“

Der Unionsfraktionsvorsitzende Volker Kauder (CDU) Bild: dpa

Wie er die Verteidigungsausgaben noch in dieser Legislaturperiode auf 1,5 Prozent erhöhen will – und wieso bei der CSU ein Umdenken begonnen hat, erklärt der Unionsfraktionsvorsitzende Volker Kauder im F.A.Z.-Interview.

          5 Min.

          Herr Kauder, wenn Ihre Wahrnehmung stimmt, dann müssten die Wähler von dieser Koalition angeödet sein.

          Eckart Lohse

          Leiter der Parlamentsredaktion in Berlin.

          Wie meinen Sie das?

          Sie haben kürzlich in einem Interview gesagt: „Die Leute ödet Streit an.“

          Das stimmt. Die Bürger wissen, dass in einer Demokratie über Fragen auch gestritten werden muss. Den einen oder anderen mag das auch interessieren. In erster Linie wollen Bürger aber Ergebnisse sehen. Dauerzwist irritiert gerade Unions-Wähler. Insofern waren die letzten Wochen nicht gut für uns, zurückhaltend ausgedrückt.

          Ihr Landsmann Günther Oettinger, der EU-Haushaltskommissar, hat über den Asylstreit in der Union gesagt: „Den Budenzauber leistet sich kein zweites Land.“ Die Koalition solle endlich nach dem Titel des Koalitionsvertrages „Aufbruch für Europa“ handeln und nicht nach der Devise „Abrissbirne aus München“. Teilen Sie Oettingers Darstellung?

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