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Von der Leyens Vertraute : Staatssekretärin Suder verlässt Verteidigungsministerium

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Ursula von der Leyens enge Mitarbeiterin Katrin Suder will ihr Amt als Staatssekretärin im Bundesverteidigungsministerium aufgeben. Bild: dpa

Schwerer Schlag für Ursula von der Leyen: Ihre enge Mitarbeiterin und Staatssekretärin Katrin Suder scheidet aus dem Amt. Sie war von einer Unternehmensberatung ins Verteidigungsministerium gewechselt.

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          Die Staatssekretärin für Rüstung im Verteidigungsministerium, Katrin Suder, will ihre Aufgabe in der neuen Bundesregierung nicht weiterführen. Die Unternehmensberaterin war 2014 von McKinsey zum Ministerium gekommen und dort seither für eine grundlegende Reform des krisengeplagten Prozesses der Rüstungsbeschaffung verantwortlich. Suder gilt wegen ihrer klaren, direkten Art bei Rüstungsbossen wie Soldaten und Beamten als gleichermaßen beliebt. Sie betrieb energisch die Reform des Rüstungswesens. Der zuständige Abteilungsleiter Rüstung, Generalleutnant Benedikt Zimmer, mit dem Suder seit drei Jahren zusammenarbeitet, könnte ihr nun als Staatssekretär nachfolgen

          Der Weggang Suders ist ein herber Rückschlag für Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Die Rüstungsbeschaffung ist ein komplexer Prozess mit vielen Fallstricken, der selbst für Insider nur schwer zu durchschauen ist. Suder hatte in den vergangenen Jahren zwar etliche Veränderungen angestoßen, war ihr Gesellenstück – den Abschluss eines großen Rüstungsvertrags nach dem neuen Prozess – bisher aber schuldig geblieben. Mehrere milliardenschwere Vorhaben, etwa die neue Raketenabwehr Meads und die Entwicklung des Mehrzweckkampfschiffes MKS 180, verschoben sich in die neue Legislaturperiode.

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