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Göring-Eckardt im Gespräch : „Ich hatte keine romantische Vorstellung vom Westen“

Bild: dpa

Die Ko-Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Grünen über die deutsche Einheit, die Anfänge des Bündnisses zwischen Ost- und West-Grünen und darüber, warum sie sich am 9. November 1989 nicht besonders gefreut hat

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          Frau Göring-Eckardt, der Bericht zur Deutschen Einheit sieht erhebliche Fortschritte bei der wirtschaftlichen Entwicklung im Osten. Der Ost-Beauftragte der Bundesregierung Christian Hirte sagte, die Situation sei besser als ihr Ruf. Wird Ostdeutschland schlechtgeredet?

          Helene Bubrowski

          Politische Korrespondentin in Berlin.

          Die „Tagesschau“ hat über den Bericht zum Stand zur Deutschen Einheit geschrieben: „Der Osten hinkt weiter hinterher.“ Der Mitteldeutsche Rundfunk textet: „Osten holt wieder etwas auf.“ Ich glaube, es stimmt beides. Auf der einen Seite haben wir viele positive Entwicklungen im Osten, insbesondere in den größeren Städten. Im Mittelstand gibt es in einigen Nischen Weltmarktführer. Auf der anderen Seite ist die Armut im Osten größer, die Löhne sind nach wie vor geringer. Das Entscheidende ist: Wie fühlen sich die Menschen, und wie werden sie wahrgenommen? Über den Osten und die Ostdeutschen – ich sag das bewusst so pauschal, weil das genau das Problem ist – heißt es oft: Die sind immer noch nicht leistungsfähig, die meckern und sind undankbar. Oder sogar: „So isser, der Ossi.“ Für viele vor allem in Westdeutschland ist „der“ Osten nur die ehemalige DDR, aber seitdem sind 30 Jahre vergangen.

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