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Missbrauch in der Kirche : Schuld und Sühne?

Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubet, der wird verdammt werden: Der Petersdom Bild: Getty

Ein Kaplan missbraucht über zwei Jahrzehnte lang Minderjährige. Doch statt aufzuklären, versetzt die Bistumsleitung den Mann immer wieder – und er findet neue Opfer. Eine wahre Geschichte als Parabel der Kirche.

          13 Min.

          Kaum 26 Jahre ist der neue Kaplan alt, das Leben in der Pfarrgemeinde soll ihm nicht die große Liebe ersetzen, aber wenigstens die Familie. Seine Gottesdienste sind bestens besucht, die Gruppenstunden mit ihm beliebt, er spricht die Sprache der Leute, auch der kleinen.

          Daniel Deckers

          in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.

          Als der Priester nach drei Jahren auf eine zweite Stelle in eine Nachbarstadt wechselt, fällt der Abschied schwer – außer vielleicht jenen Jungen, die er sexuell missbraucht hat. Wie viele es waren, weiß nur er. Keine Anzeigen, nicht einmal Gerede. Hatten die Eltern der Zwölf- vielleicht Dreizehnjährigen nichts bemerkt? Oder ihren Kindern nicht geglaubt? Oder die Kirche schützen und keinen Skandal provozieren wollen?

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