https://www.faz.net/-gpf-7o29q

Katholische Kirche : Papst ernennt Stefan Oster zum neuen Bischof von Passau

  • Aktualisiert am

Der neue Bischof von Passau: Stefan Oster Bild: dpa

Papst Franziskus hat den 48 Jahre alten Salesianer-Pater Stefan Oster zum neuen Bischof von Passau ernannt. Das teilte der Vatikan mit.

          1 Min.

          Der 48 Jahre alte Salesianer Stefan Oster wird neuer Bischof von Passau. Das wurde am Freitag zeitgleich in Passau und Rom bekanntgegeben. Der Pater stammt aus Amberg und war zuletzt Dogmatikprofessor an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benediktbeuern in Oberbayern. Oster wird der jüngste deutsche Diözesanbischof und zweite Ordensmann in der Deutschen Bischofskonferenz sein.

          Der Passauer Bischofsstuhl war ungewöhnlich lange vakant. Bereits am 1. Oktober 2012 hatte der Papst den Amtsverzicht von Bischof Wilhelm Schraml angenommen, ihn aber zugleich zum Übergangsverwalter der Diözese eingesetzt. In dieser Funktion leitete der 78 Jahre alte Schraml das Bistum mit seinen rund 490.000 Katholiken bis zum September vergangenen Jahres.

          Journalist, Jongleur, Professor

          Oster ist ein Spätberufener. Der Oberpfälzer ließ sich nach dem Abitur 1984 zunächst zum Zeitungs- und Hörfunkredakteur ausbilden und arbeitete auch zwei Jahre als Journalist. Ab 1988 studierte er Philosophie, Geschichte und Religionswissenschaften in Regensburg, Kiel sowie an den englischen Universitäten Keele und Oxford. 1995 schloss er sich dem auf Jugendarbeit spezialisierten Orden der Salesianer Don Boscos an. Erst danach studierte er Theologie in Benediktbeuern und wurde 2001 zum Priester geweiht.

          Nach einer preisgekrönten philosophischen Dissertation an der Universität Augsburg habilitierte sich Oster 2009 in Trier beim damaligen Dogmatikprofessor Rudolf Voderholzer, dem heutigen Bischof von Regensburg. Dieser engagierte ihn im vergangenen Jahr für die Programmkommission des Regensburger Katholikentags, der Ende Mai stattfindet.

          Vergangenen Sommer stellte die Hochschule der Salesianer in Benediktbeuern ihren Lehrbetrieb ein, damit endete auch Osters dortige Professur. Zuletzt war der Theologe maßgeblich an der Konzeption eines neuen Studiengangs für Religionslehrer und Gemeindereferenten beteiligt, der in Benediktbeuern ab Herbst von der Katholischen Stiftungsfachhochschule München angeboten werden soll.

          Oster verfügt über ein Talent, das in Bischofskreisen bisher nicht anzutreffen war: Er kann jonglieren. Mit artistischen Einlagen im Clownskostüm, die der 48-Jährige mit geistlichen Vorträgen kombiniert, beeindruckte der Ordensmann bereits auf Bürgerfesten und katholischen Kongressen.

          Weitere Themen

          Videokonferenz mit der Queen Video-Seite öffnen

          „Nice to meet you“ : Videokonferenz mit der Queen

          Königin Elizabeth hat sich per Videoschalte mit Angehörigen der britischen Streitkräfte im Ausland unterhalten. Auch das Königshaus nutzt in Coronazeiten zunehmend Videoschalten, um Termine wahrnehmen zu können.

          Hat Netanjahu die Kontrolle verloren?

          Israels Corona-Politik : Hat Netanjahu die Kontrolle verloren?

          Israel hat die Corona-Beschränkungen frühzeitig wieder aufgehoben – und damit seine Erfolge im Kampf gegen das Virus zunichte gemacht. Der Unmut darüber befeuert den Protest gegen den Ministerpräsidenten.

          Topmeldungen

          Kann sich auch mal leisten, wer nicht als „reich“ gilt: Dinner in Amsterdam.

          Vermögensverteilung : Die Neuvermessung der Reichen

          Wer die Lücke zwischen Arm und Reich verringern möchte, muss am unteren Ende ansetzen und den Aufbau von Vermögen unterstützen. Viel zu viele Deutsche haben keinerlei Ersparnisse. Das ist ein Armutszeugnis.
          Lauthals gegen Biden: Trump bei der Pressekonferenz im Rosengarten.

          Trumps Ersatz-Wahlkampf : Noch konfuser als sonst

          Wegen Corona kann Donald Trump keine Kundgebungen abhalten. Ersatzweise lädt er Journalisten ins Weiße Haus. Der Vorwand? Die neue China-Politik. Das tatsächliche Thema? Joe Biden. Denn der wolle alle Fenster abschaffen!
          Gesperrter Grenzübergang zwischen Luxemburg und Deutschland in Echternach, fotografiert Anfang Mai.

          Corona-Risikogebiet : Wird Luxemburg fürs fleißige Testen bestraft?

          In Luxemburg stecken sich vermehrt Jüngere mit Corona an, die deutsche Regierung hat das Land zum Risikogebiet erklärt. Auf beiden Seiten der Grenze wächst die Angst, dass sich die Schlagbäume senken könnten. Schon wieder.
          Sturmumtost: das Gebäude der „New York Times“ in New York

          „New York Times“ in der Kritik : Ein Forum für alle?

          Von Kollegen gemobbt, von Twitter bevormundet: Meinungsredakteurin Bari Weiss verlässt die „New York Times“ – und erklärt in einem gepfefferten Kündigungsbrief, warum sie dort nicht mehr arbeiten möchte.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.