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Rückkehr nach Köln : Kardinal Woelki ist hier nicht willkommen

Kardinal Woelki im September 2021 im Garten des Erzbischöflichen Hauses in Köln Bild: dpa

Der Kölner Erzbischof kehrt an diesem Aschermittwoch nach fast fünf Monaten aus seiner „geistlichen Auszeit“ zurück. Niemand weiß, wie es im Bistum mit ihm weitergehen soll.

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          Das Erzbistum Köln wartet auf Kardinal Woelki. Am Aschermittwoch und damit rechtzeitig zum Beginn der „österlichen Bußzeit“ darf er seine Amtsgeschäfte nach dem Ende einer mehrmonatigen „geistlichen Auszeit“ wiederaufnehmen. Wie die Katholiken in den Gemeinden dazu stehen, weiß niemand besser als die Leitenden Pfarrer des Erzbistums. Vor einer Woche schalteten sich rund hundert von ihnen zu einer Videokonferenz zusammen. Das Thema: Wie soll es weitergehen, wenn Kardinal Woelki wieder da ist?

          Daniel Deckers
          in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.
          Thomas Jansen
          Redakteur in der Politik.

          Eine Antwort darauf zu finden fiel den Geistlichen schwer – nicht zuletzt weil der 65 Jahre alte Kardinal sie völlig im Unklaren darüber gelassen hat, wie er sich die Rückkehr vorstellt. Auch sie wissen nicht mehr als das, was einer Pressemitteilung zu entnehmen war: Der Erzbischof sagte seine Teilnahme an dem öffentlichen Gottesdienst am Aschermittwoch im Kölner Dom ebenso ab wie eine ökumenische Andacht mit dem Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland drei Tage später. Nur einen Fastenhirtenbrief und eine „Medienmitteilung“ soll es geben. Woelkis Rückkehr beginne mit einem weiteren „kapitalen Kommunikationsfehler“, kommentiert das ein Leitender Pfarrer.

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