https://www.faz.net/-gpf-9wkqf

Kanzlerkandidatur : Volkspartei CDU

  • -Aktualisiert am

Wer führt künftig die CDU? Einer dieser drei Herren, Jens Spahn, Armin Laschet oder Friedrich Merz? (v.l.) Bild: dpa

Der Kanzlerkandidat der Union wird in der Migrationspolitik Distanz zu Merkel schaffen müssen. Trotzdem dürfte die CDU am besten fahren, wenn sie jemanden aufbietet, der linke wie rechte Positionen bedienen kann.

          2 Min.

          Wenn die CDU wissen will, wie sie wieder zu besseren Wahlergebnissen kommt, dann sollte sie alte Umfragen studieren. Am stärksten war die Union zuletzt im Spätsommer 2015. Da erreichte sie in der Sonntagsfrage gut 42 Prozent, war also um Klassen besser als heute, wo sie zwischen 26 und 28 Prozent herumdümpelt. Horst Seehofer, damals noch CSU-Parteivorsitzender, träumte sogar von einer absoluten Mehrheit für die Schwesterparteien. Danach ging es bergab.

          Der historische Umfragewert ist deswegen interessant, weil sich daraus ableiten lässt, dass die Misere der Union wahrscheinlich nur einen wesentlichen Grund hat. Es wird oft die These vertreten, dass Merkel im Laufe ihrer Kanzlerschaft zu viele konservative Positionen aufgegeben habe: Atomausstieg, Aussetzen der Wehrpflicht, Frauenförderung, Euro-Rettung und so weiter; die CDU sei unter ihrer Führung zu weit nach links gerückt. Das hat die Wähler aber offenbar lange nicht gestört. Fukushima, die milliardenschweren Pakete zum Erhalt der Gemeinschaftswährung, das Ende der Einberufungen – all das hat nicht verhindert, dass die Union im September vor fünf Jahren ihr Umfragehoch erreichte.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          : 65% günstiger

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Sicher ist sicher: Wenn nicht immer genug Abstand gehalten werden kann, empfiehlt es sich, die Maske auch im Büro zu tragen.

          Corona am Arbeitsplatz : „Tröpfchen fliegen bis zu 20 Meter weit“

          Nicht jeder kann sich vor der Pandemie ins Homeoffice flüchten. Der Arbeitsmediziner David Groneberg erklärt, wie groß die Corona-Gefahr im Büro ist, welches Raumklima die Viren mögen und was man alles noch nicht weiß.
          Polizisten in Essen kontrollieren den Mercedes zweier junger Männer.

          Forscher im Interview : „Mit Demokratie kommen Clans nicht gut zurecht“

          Früher dachte man bei Clans an schottische Hochlandbewohner, die einander die Köpfe einschlagen. Heute denkt man an Drogenhandel und Schweigegelübde. Ein Interview mit Clan-Forscher Ralph Ghadban, der sagt: „Junge Frauen spielen eine entscheidende Rolle“.