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Wer wird Kanzlerkandidat? : Die Grünen üben sich in strategischer Gelassenheit

Grüner wird’s nicht: Habeck und Baerbock am Dienstag in Berlin Bild: dpa

Die Grünen wollen noch keinen Kanzlerkandidaten küren. Aber die Umrisse ihres Wahlprogramms werden langsam deutlich. Der Bundesregierung machen sie Vorwürfe beim Krisenmanagement in Pandemie-Zeiten.

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          Einen „Kurs der strategischen Ruhe“ nennt die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock es und meint, es existiere kein Grund, sich bei der Frage der Kanzlerkandidatur nun plötzlich zu beeilen. Bloß, weil die SPD überraschend früh Olaf Scholz nominiert hat. Auch Robert Habeck vertrat bei der Vorstandsklausur von Bündnis 90/Die Grünen am Montag und Dienstag diese Auffassung. Und so soll die Partei trotz ihres Sinkfluges in den Umfragen nicht um sich selbst kreisen und „irgendwelche Spitzenkandidatenfragen“ (Baerbock) angehen.

          Peter Carstens

          Politischer Korrespondent in Berlin

          Irgendwann müssen diese „irgendwelchen“ Fragen aber geklärt werden. Geplant ist weiterhin, die Festlegung erst „im Frühjahr kommenden Jahres“ zu treffen. Habeck und Baerbock möchten gegebenenfalls versuchen, eine Art Team-Kanzlerschaft zu führen, aber natürlich dennoch den grundgesetzlichen Vorgaben einer Regierungsführung genügen. Die sieht nun einmal eine Kanzlerin oder einen Kanzler vor, keine Tandem-Kanzlerschaft.

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