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Kanzlerkandidatin Baerbock : Nicht professionell und deshalb untauglich

Annalena Baerbock Bild: dpa

Es geht weder um Vita noch Plagiate. Wer Deutschland regieren will, muss in der Lage sein, ein schlagkräftiges Team zusammenzustellen, das Brände löschen kann.

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          Annalena Baerbock hat es immer noch nicht ganz verstanden. Es geht im Grunde weder darum, inwiefern sie ihren Lebenslauf aufgehübscht hat, was andere auch tun, oder ob sie nicht besser ihrem Buch, das ein nicht ganz untypisches Politikerwerk ist, ein Quellenverzeichnis hätte anfügen sollen. Die Kanzlerkandidatin der Grünen ist ohne Frage neben sachlicher Kritik auch gehässigen und frauenfeindlichen Angriffen ausgesetzt.

          Die Frage ist vor allem, wie sie damit umgeht. Und hier fehlt es völlig an Professionalität. Ihre offene Flanke war nie, ob sie wirklich Büroleiterin war oder Völkerrechtlerin ist, sondern ihr Mangel an Führungserfahrung und exekutiver Verantwortung. Und auch darüber könnte man hinwegsehen; entscheidend ist ja nicht die Vita, sondern die heutige Persönlichkeit.

          Aber offenbar ist die Kanzlerkandidatin der Grünen, die Deutschland regieren will, nicht in der Lage, ein schlagkräftiges, gut vernetztes Team zusammenzustellen, das früh Krisen erkennt, kleine Brände austritt und große löscht. Wenn sie das jetzt schon nicht kann – und spätestens mit der Kandidatur war klar, dass es heiß wird –, wie will sie wirklich große Krisen managen, solche, die sogar weit über dieses Land hinausgehen?

          Vielleicht wäre sie sogar, um ein beliebtes Bild zu verwenden, persönlich gut in der Lage, mit Potentaten umzugehen. Aber es geht in der Politik leider nicht nur darum, die „großen Zukunftsfragen“ „fair“ zu diskutieren. Annalena Baerbock hat sich für die große Politik als nicht tauglich erwiesen.

          Reinhard Müller
          Verantwortlicher Redakteur für „Zeitgeschehen“ und F.A.Z. Einspruch, zuständig für „Staat und Recht“.

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