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Konservative : Merkel warnt Union vor Verteufelung der AfD

  • Aktualisiert am

Bundeskanzlerin Angela Merkel will stärker auf AfD-Wähler zugehen. Bild: Reuters

Die Kanzlerin hat die Präsidiumsmitglieder einem Bericht zufolge davor gewarnt, auf die AfD und ihre Wähler zu schimpfen. Stattdessen solle man sich wieder mehr um konservative Bürger bemühen.

          Angesichts der Wahlerfolge der AfD hat sich CDU-Chefin Angela Merkel laut einem Zeitungsbericht dafür ausgesprochen, dass die Union verstärkt auf konservative Wähler zugeht. Das schreibt die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf Teilnehmer der Präsidiumssitzung am Montag.

          Angst vor Solidarisierung

          Zugleich habe Merkel auch eine neue Strategie im Umgang mit der AfD angeregt, hieß es laut Teilnehmern. Es sei nicht sinnvoll, auf die AfD und ihre Wähler immer nur einzuprügeln. Das schaffe nur Solidarisierungseffekte, erklärte Merkel demnach.

          Auch CDU-Vize-Chefin Julia Klöckner hat im Umgang mit der AfD zur Mäßigung aufgerufen. „Wir sollten nicht dazu übergehen, die AfD zu ignorieren oder zu beschimpfen“, sagte Klöckner der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. „Wir müssen heikle Themen offen erklären und diskutieren, um so AfD-Wähler mit Argumenten zurückzuholen“, sagte sie. Zugleich machte sie deutlich, dass die AfD „kein Partner“ für die CDU sei.

          Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt am 13. März hatte die AfD aus dem Stand jeweils zweistellige Ergebnisse erzielt und die Altparteien in Bedrängnis gebracht.

          Nach dem Parteitag der AfD hatte die Union die junge Partei heftig kritisiert. CDU-Generalsekretär Peter Tauber bezeichnete sie als  rückwärtsgewandte und autoritäre Partei. „Die Haltung der AfD ist ausgrenzend“, sagte Tauber.

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