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Kanzleramtsminister : Braun kündigt Einschränkungen für Ungeimpfte an

Kanzleramtschef Helge Braun teilte mit, mögliche Überschneidungen in seiner Doktorarbeit mit früher von ihm selbst veröffentlichten Schriften würden auch auf seine eigene Bitte hin von der Universität Gießen überprüft (Aufnahme vom Mittwoch im Bundestag). Bild: dpa

Es könne dazu kommen, dass Restaurantbesuche selbst für getestete Ungeimpfte nicht mehr möglich seien, so Braun. Er befürchtet für den September 100.000 Neuinfektionen täglich.

  • Aktualisiert am
          1 Min.

          Angesichts steigender Corona-Zahlen in Deutschland müssen Menschen ohne Impfung nach Angaben von Kanzleramtsminister Helge Braun mit stärkeren Einschränkungen rechnen. „Geimpfte werden definitiv mehr Freiheiten haben als Ungeimpfte“, sagte der CDU-Politiker der Zeitung Bild am Sonntag.

          Bei hohem Infektionsgeschehen müssten Ungeimpfte ihre Kontakte reduzieren. „Das kann auch bedeuten, dass gewisse Angebote wie Restaurant-, Kino- und Stadionbesuche selbst für getestete Ungeimpfte nicht mehr möglich wären, weil das Restrisiko zu hoch ist.“

          Braun fürchtet zur Wahl Inzidenz von 850

          Der Kanzleramtsminister befürchtet ein Ansteigen der Inzidenz in Deutschland bis zur Bundestagswahl am 26. September auf 850 und damit 100.000 Neuinfektionen täglich. „Wir haben derzeit eine Steigerung der Zahlen von 60 Prozent pro Woche“, sagte Braun.

          Wenn sich die Delta-Variante des Virus weiter rasch ausbreite und man nicht mit einer sehr hohen Impfquote oder Verhaltensänderungen gegensteuern könne, „hätten wir in nur neun Wochen eine Inzidenz von 850“, rechnete der CDU-Politiker vor.

          Sorge bereite ihm der Schulstart nach den Sommerferien. „Eltern, Lehrer, Hausmeister und Schulbusfahrer müssen sich impfen lassen. Wenn diese Gruppen alle geimpft sind, ist die Gefahr für die Kinder geringer“, sagte Braun. Ein erneuter Lockdown wie bisher sei voraussichtlich nicht mehr nötig. „Denn die Geimpften und Genesenen spielen für das Infektionsgeschehen keine wesentliche Rolle mehr.“

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