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Gastbeitrag : Wir müssen miteinander reden!

  • -Aktualisiert am

Michael Roth und Christina Kampmann bewerben sich als Duo um den Bundesvorsitz der SPD. Bild: dpa

Der Zusammenhalt der Gesellschaft ist zunehmend bedroht. Das SPD-Bewerberduo spricht sich für digitale Dorf- oder Stadtteilkonferenzen aus. Die Sicherheitsbedenken der Menschen wollen sie ernst nehmen.

          3 Min.

          Viele Menschen fühlen sich im und vom Kapitalismus komplett überfordert. Ein vermeintlicher Widerspruch zur allgemeinen Lage in unserem Land: Die Arbeitslosigkeit ist niedrig, viele Wirtschaftsdaten positiv, der Staat fährt Haushaltsüberschüsse ein. Doch es sind die vielen Bewährungsproben des Alltags, die zu Sorge, Verunsicherung und Unbehagen führen: der fehlende Kitaplatz für die Jüngste, die drohende Pflegebedürftigkeit der Eltern, steigende Mieten, permanente Umstrukturierungen im Betrieb, weite Wege zum Arbeitsplatz, Staus auf den Straßen, unpünktliche Züge.

          Eine wachsende Zahl von Bürgerinnen und Bürgern hat den Eindruck, dass wir Politikerinnen und Politiker diese stressige Lebenswirklichkeit gar nicht wahrnehmen, geschweige denn verstehen. Immer wieder stellen sie uns diese eine Frage: „Wissen Sie denn überhaupt, wie wir uns fühlen?“ Die Sorgen und Ängste der Menschen ernst nehmen – diesen Appell richten Politikerinnen und Politiker mindestens ebenso regelmäßig an sich selbst wie er als Erwartung an uns herangetragen wird. Doch um etwas ernst zu nehmen, müssen wir es verstehen. Und um verstehen zu können, müssen wir noch besser zuhören.

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