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Kampf um den CDU-Vorsitz : Laschet droht zu scheitern

Rheinische Kulisse: Armin Laschet am 9. Januar in einem Kölner Studio Bild: AFP

Nun wirbt auch noch Volker Bouffier für Armin Laschet als CDU-Vorsitzenden. Der hat die Unterstützung von oben bitter nötig.

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          Das Werben des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier für seinen nordrhein-westfälischen Kollegen Armin Laschet als neuen CDU-Vorsitzenden ist aus der Überzeugung geboren, dass ein guter Kandidat immer noch besser ist als ein idealer, den es nicht gibt. Laschet droht aber zu scheitern.

          Auch ein knappes Jahr nach der Ankündigung seiner Kandidatur um die Nachfolge der glücklosen Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich der pro forma mit Abstand stärkste Bewerber nicht so profilieren können, dass die Parteimitglieder ihn mit klarer Mehrheit im Amt des CDU-Vorsitzenden sehen wollen. Die Basis aber, davon kann die SPD ein Lied singen, liegt nicht immer richtig. Deshalb meldet sich die Führung zu Wort.

          Am Wochenende stimmen nicht die Parteimitglieder ab, sondern 1001 Delegierte. Unter diesen hat das Wort Bouffiers als des elder statesman in der CDU-Führung Gewicht. So ist es gut möglich, dass sich spätestens in der Stichwahl genug Delegierte hinter Laschet versammeln, zumal dieser auch auf die Unterstützung des Bundeskanzleramtes wie auch des Konrad-Adenauer-Hauses zählen kann.

          Doch so schnell sich im Fall des Falles die Reihen hinter einem Vorsitzenden Laschet schließen dürften, so wenig ist die Frage nach der Kanzlerkandidatur geklärt. Gibt es erst einmal einen neuen Vorsitzenden, wird sich zeigen, ob Söder nur spielen wollte.

          Daniel Deckers

          in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.

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