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Kampf um den CDU-Vorsitz : Wie Frauen über Friedrich Merz denken

  • -Aktualisiert am

Friedrich Merz und die Frauen Bild: Jindrich Novotny

Sich über Friedrich Merz zu empören, ist leicht. Er ähnelt einem SUV zwischen lauter Volkswagen Golfs – und ist die Anti-Greta, der Inbegriff des alten weißen Mannes. Alles Vorurteile? Wir haben alte Weggefährtinnen gefragt.

          9 Min.

          Es ist eine seltsame Sache mit Friedrich Merz und den Frauen. Sie reagieren sehr stark auf ihn. Allerdings auch sehr unterschiedlich: Viele lehnen ihn ab als ewiggestrigen Chauvinisten. Andere verehren ihn als starken, zielstrebigen Mann. Die meisten, die so oder so reden, kennen ihn nicht persönlich. Sie kennen seine Reden, Interviews, Tweets. Seine Oberfläche, könnte man sagen, glänzt so stark, dass manche sich geblendet, andere angelockt fühlen. Doch wie sprechen Frauen über Merz, die über Jahre mit ihm zu tun hatten, die mit ihm zusammengearbeitet haben in der CDU? Wir haben fünf von ihnen gefragt.

          Es sind Frauen, die Mitglied der CDU-Spitze waren, als Merz es auch war. Das ist zwanzig Jahre her. Merz war damals Vorsitzender der Bundestagsfraktion der CDU, nach 2002 nur noch Stellvertreter. Die Fraktionsvorsitzende hieß nun Angela Merkel. Merz saß damals außerdem im Bundesvorstand seiner Partei. Dort gab es auch einige Frauen. Manche von ihnen sind heute noch Politikerinnen, andere arbeiten in anderen Berufen, einige sind im Ruhestand. Diejenigen, die bereit sind, über Merz zu sprechen, wollen ungenannt bleiben. Sie verweisen auf ihre Arbeit, die Neutralität verlange, oder darauf, dass sie nicht in die erhitzte öffentliche Debatte über den richtigen Parteivorsitzenden hineingezogen werden möchten. Keine von ihnen spricht gehässig über Friedrich Merz, keine schimpft, keine klagt; alle lassen Respekt erkennen. Das sagt etwas über Merz, aber auch etwas über diese Frauen.

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