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Kampf gegen die Pandemie : Was hat die Corona-App bisher gebracht?

Die Corona-Warn-App im Einsatz Bild: Lando Hass

Seit zwei Wochen ist die Corona-App verfügbar, mehr als 14 Millionen Mal wurde sie heruntergeladen. Was die Anwendung in der Praxis konkret bringt, ist unklar – dafür ärgern sich viele Nutzer über Fehlermeldungen.

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          Für den Chef war die Sache klar: Als Herausgeber der Corona-Warn-App freue er sich über die 14,1 Millionen Nutzer, die das Robert-Koch-Institut (RKI) am Dienstag verzeichnete. Dass innerhalb der ersten zwei Wochen so viele Menschen die Anwendung auf ihr Telefon geladen haben, sei ein „sehr erfolgreicher Start“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. Für den Behördenleiter ist die App, die Nutzer nach einem Kontakt mit einem Infizierten warnen soll, „ein Baustein in der Pandemiebekämpfung“. Die Anwendung könne helfen, „Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen“, sagte Wieler.

          Kim Björn Becker

          Redakteur in der Politik.

          Joachim Müller-Jung

          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          In der Tat fällt es leicht, die Anwendung beim Blick auf die Zahlen als Erfolg zu verkaufen. Schon 24 Stunden nach dem Start am 16. Juni hatten 6,5 Millionen Nutzer die App heruntergeladen, nach einer Woche waren es mit 12,2 Millionen fast doppelt so viele. In der Folge kamen jeden Tag bis zu 400 000 neue Nutzer hinzu. Mit den gut 14 Millionen Anwendern, die am Dienstag verzeichnet wurden, hätte die App mehr als jeden vierten Besitzer eines kompatiblen Smartphones erreicht. Schätzungsweise 50 Millionen Menschen in Deutschland besitzen ein Modell, das modern genug für die App ist, sie läuft nur unter den verbreiteten Betriebssystemen Android und iOS.

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