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Gefälschte E-Mails? : Jusos dementieren russische Hilfe gegen Groko

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Will eine Neuauflage der großen Koalition verhindern: Juso-Vorsitzender Kevin Kühnert Bild: dpa

Anleitung zur Schlammschlacht oder übler Streich? Die Jusos wehren sich gegen Vorwürfe russischer Unterstützung für ihre Anti-Groko-Kampagne.

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          Die SPD-Jugendorganisation wehrt sich nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung gegen neue Negativschlagzeilen. Die Zeitung berichtete am Freitag über einen anonymen Informanten. Dieser habe sich in einer E-Mail und später per Telefon bei „Bild“ gemeldet und behauptet, „brisantes“ Material über den Vorsitzenden der Jusos, Kevin Kühnert, zu besitzen. Die Rede ist von einer angeblichen E-Mail-Korrespondenz Kühnerts mit einem Russen namens Juri aus Sankt Petersburg. Dieser habe Kühnert in den E-Mails, deren Echtheit sich laut „Bild“ nicht bestätigen ließen, Hilfe bei der Juso-Kampagne gegen eine Neuauflage der großen Koalition angeboten. Der angebliche Kühnert habe das Angebot nach einigem Zögern angenommen.

          Die Jusos reagierten sofort und wehrten sich gegen die Vorwürfe, ihr Vorsitzender Kevin Kühnert habe russische Hilfe für eine Social-Media-Kampagne gegen eine neue große Koalition angenommen. „Bei den angeblich Mails von Kevin Kühnert handelt es sich um Fälschungen – und zwar um ziemlich plumpe“, teilte Kühnerts Sprecher FAZ.NET auf Nachfrage mit. Den Jusos lägen die Mails nicht vor. Es sei technisch nicht möglich, E-Mails von den @jusos.de-Adressen zu senden, da es sich bei diesen um starre Weiterleitungen des Mailservers der SPD handle. „Empfangen ist also möglich, senden nicht“, sagte der Sprecher.

          „Führen die Debatte um die Groko sehr fair“

          Zudem hob er hervor, dass die Jusos die ihnen vorgeworfenen Methoden strikt ablehnten: „Wir führen die Debatte um die Groko in der gesamten Partei momentan sehr fair – und dabei bleibt es auch.“ Die Jusos hätten nun Anzeige gegen unbekannt erstattet.

          Erst am Donnerstag war herausgekommen, dass Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange auf eine falsche E-Mail hereingefallen war. Die Herausforderin von Andrea Nahles bei der Wahl um den SPD-Parteivorsitz hatte erklärt, der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder habe ihr eine E-Mail geschrieben, in der er sich kritisch über ihre Kandidatur gegen Nahles geäußert habe. Das Büro von Gerhard Schröder hatte dies am Donnerstag dementiert.

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