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Kämpfer für IS : Rund 1000 Islamisten nach Syrien oder Irak ausgereist

  • Aktualisiert am

2014 noch auf dem Vormarsch in Syrien und Irak: Eine Kolonne von IS-Kämpfern. Bild: AP

Neue Zahlen über die deutschen Kämpfer für die Terrormiliz IS. Keine Antwort gibt die Bundesregierung jedoch darüber, an welchen Straftaten und Kriegsgreueln sich die rund 1000 Islamisten in Syrien und Irak beteiligt haben.

          Rund 1000 Islamisten aus Deutschland sind nach Erkenntnissen der Bundesregierung zur Unterstützung der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) seit Konfliktbeginn in den Irak oder nach Syrien gereist. Das geht am Mittwoch aus einer Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor. Demnach sind die Personen ausgereist, um in der Region auf Seiten des IS und anderer terroristischer Gruppierungen „an Kampfhandlungen teilzunehmen oder diese in sonstiger, teilweise strafbarer Weise zu unterstützen“.

          Wie die Bundesregierung in ihrer Antwort weiter schreibt, liegen ihr in der Regel jedoch keine gerichtsverwertbaren Erkenntnisse darüber vor, „ob, inwieweit und mit welchem Tatbeitrag sich die ausgereisten Personen im Kampfgebiet strafbar gemacht haben“. Nicht in allen der 1000 Fälle gebe es zudem Erkenntnisse darüber, ob sich die betreffenden Personen tatsächlich in Syrien oder dem Irak aufhalten oder aufgehalten haben.

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