Kabinett einigt sich :
Kinderpornographie wird härter bestraft

Von Heike Schmoll, Berlin
Lesezeit: 3 Min.
Christine Lambrecht (SPD), Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz
Die Bundesregierung will stärker gegen sexualisierte Gewalt gegen Kinder vorgehen. Ein Gesetzentwurf sieht höhere Strafen vor. Neu ist auch eine Regelung zu Sexpuppen mit kindlichem Erscheinungsbild.

Es klingt für Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) schlicht zu harmlos, wenn schwere sexualisierte Gewalt gegen Kinder bloß als sexueller Missbrauch bezeichnet wird. „Missbrauch“ sei schon deshalb eine unangebrachte Bezeichnung, da sie suggeriere, es gebe auch einen legalen „Gebrauch von Kindern“. Deshalb wird künftig immer von sexualisierter Gewalt die Rede sein, auch in den Gesetzestexten. Die Greueltaten von Münster, Bergisch Gladbach, Lügde, Stauffen und viele mehr haben das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die lebenslang traumatisierten und seelisch wie körperlich geschädigten Opfer geschärft. Am Mittwoch hat das Kabinett in Berlin den Gesetzentwurf zur Bekämpfung sexualisierter Gewalt beschlossen, der nicht nur härtere Strafen, sondern auch eine wirksamere Strafverfolgung und Prävention vorsieht.

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